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Gespräche gescheitert
Bei Seat drohen neue Streiks
Im Streit um die Entlassung von mehr als 300 Mitarbeitern bei der spanischen VW-Tochter Seat haben die Gewerkschaften mit neuen Arbeitsniederlegungen gedroht. Zuvor waren am Mittwoch Gespräche mit Vertretern der Unternehmensführung über eine Beilegung des Konflikts gescheitert. Wie der staatliche Rundfunks RNE berichtete, reagierten die Gewerkschaften verärgert darüber, dass Seat zu dem Treffen keine Mitglieder der Konzernspitze, sondern zwei Anwälte geschickt habe. Der Autohersteller hatte die Entlassung von Beschäftigten der Verwaltung und des Managements damit begründet, dass die Betroffenen sich als "leistungsschwach" erwiesen hätten. Dagegen sehen die Gewerkschaften in den Kündigungen einen "verkappten Abbau von Arbeitsplätzen", für den nach ihrer Ansicht eine Genehmigung des Arbeitsministeriums erforderlich gewesen wäre. Beide Seiten hatten zuvor in der Nacht zum Mittwoch in dem Streit eine erste Annäherung erzielt. Seat erklärte sich nach Presseberichten bereit, drei besonders umstrittene Entlassungen zu überprüfen. Daraufhin akzeptierten die Gewerkschaften die Beendigung eines Proteststreiks in einem Werk in Barcelona, in dem unter anderem Bleche hergestellt werden. Infolge der Arbeitsniederlegung in dieser Fabrik hatten bereits Produktionsausfälle im Seat-Hauptwerk in Martorell und im VW-Werk in Pamplona in Nordspanien gedroht, weil die benötigten Bleche ausgeblieben waren. (dpa)
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