Dienstag, 22.05.2012
26.05.2009
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Opel-Übernahmepoker

Berlin hält sich alle Optionen offen

Vor dem richtungsweisenden Spitzentreffen zur Zukunft von Opel an diesem Mittwoch hält sich die Bundesregierung alle Optionen offen. Dies wurde am Dienstag am Rande der Gespräche über die Zukunft des deutschen Autobauers und einen Einstieg eines Investors deutlich. Berlin will sich im Poker um Opel nicht endgültig auf ein Konzept festlegen, um angemessen auf die ausschlaggebende Entscheidung des amerikanischen Mutterkonzerns General Motors (GM) und der US-Regierung reagieren zu können. Unterdessen ging in der großen Koalition der Streit weiter, ob bei Opel eine "geordnete Insolvenz" als eine Möglichkeit weiter in Betracht kommen könne. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatten wiederholt darauf hingewiesen, dass die amerikanische Seite das letzte Wort habe. Merkel sagte, Opel gehöre im wesentlichen der amerikanischen Regierung. "Deshalb versteht es sich von selbst, dass eine Bundesregierung in den Gesprächen mit der amerikanischen Regierung sich mehr kümmern muss als in all den ganz normalen Fällen." Es wird erwartet, dass die deutsche Seite bei ihrem Spitzentreffen an diesem Mittwoch den Amerikanern zwar ihre Präferenzen deutlich macht, aber keines der Konzepte für Opel völlig ausschließt. Da GM in den nächsten Tagen die Insolvenz droht, wollen die Bundesregierung und die Länder mit Opel-Standorten den deutschen Autobauer rechtzeitig aus dem Konzern herauslösen. Dafür sollen eine Brückenfinanzierung über 1,5 Milliarden Euro sowie ein Treuhandmodell endgültig festgezurrt werden. "Elefantenrunde" am Mittwoch An dem Spitzentreffen nehmen neben Merkel und Guttenberg auch die Regierungschefs der vier Bundesländer mit Opel-Standorten – Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen – teil. Auch GM- Europachef Carl-Peter Forster, ein Repräsentant von GM-Chef Fritz Henderson sowie ein Vertreter des US-Finanzministeriums werden am Abend erwartet. Bei den Gesprächen sollen zudem die Manager des italienischen Autobauers Fiat und des österreichisch-kanadischen Zulieferers Magna getrennt voneinander Rede und Antwort stehen. Ob der Finanzinvestor Ripplewood, der ebenfalls ein Angebot für Opel vorgelegt hatte, teilnimmt, blieb zunächst offen.

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Guttenberg sieht Nachbesserungsbedarf – Neuer Bieter aus China

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

28. Mai 2009 20:13
pietro meint:
ja, vereehrter UweG, dis ist es ja, wir sind gar nicht so weit auseinander: weil es "systemrelevant" und ein "Politkum" ist und Arbeitsvernichtung in grossem Stil vorhersehbar ist, wird ausgrechnet mit einigen Pokerfaces ein face- lifting- deal gemacht, der ausser optimistischen/gewagten Zusagen nach heutiger (Aus)Sicht(en) und Situation der gesamten Automobilindustrie floppen muss.Schon IT Blase und benQ usw. vergessen? Erstmal Bürgschaften und Fördergelder nehmen und dann verabschieden. Wohin wollen wir mit 80 mio Einheiten installierte Automotive Kapa weltweit,wenn wir nicht mal 50 und etwas Mio unter die Leute bringen? Oder sind die Auslieferungslager schon leer und Standfahrzeuge alle weg? Das ist ein Gesamtthema der Weltwirtschaft, Opel ist dagegen ein Mikrokosmos. Die Triade des bisherigen Erfolgsmodelles Autombilwirtschaft ist vorerst beendet; UweG: Wetten, dass das so ist??? Die Frage ist nun: welche kommt denn jetzt mit Ford? GM? Honda? usw? Die Inder und Chinesen kommen und wir gucken in die Röhre!Die "lachen sich tot" über unsere Politdeals. Übrigens: ich bin schon rund 30 Jahre in dem Geschäft und kenne meine "Pappenheimer"
So long


28. Mai 2009 08:54
UweG meint:
Bisher war ich eigentlich der Meinung, dieses Portal wird nur von Fachleuten besucht. Manche können mit dem Mund vieles besser. Durch den anstehenden Wahlkampf wird die Problematik nicht kleiner. Auch mir ist bewusst, dass die Sache mit OPEL im Augenblick eher ein Politikum ist. Vielleicht gerade wegen unseres neuen Wirtschaftsminister, der muss sich ja profilieren. Schaut man sich die Positionen an kann man sagen, SPD/IG Metall = Magna, CDU = FIAT (wo war noch dieser Unternehmens- und Kanzlerberater Berger im Vorstand?). Wenn jemand meint er könne es besser, dann kann er sich der Politik ja als Helfer andienen. Hier geht es nicht um ein paar Autos oder um Kaffemaschinen sondern um ein Konzern der europaweit agiert, an dem nachrangig gesehen über 250.000 Arbeitsplätze hängen und den ich sehr wohl für systemrelevant halte, lieber "pietro".


26. Mai 2009 19:08
pietro meint:
Was ist das für ein "Affentanz"? Was ist denn in dieser Republik los? Banane oder was?

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