Dienstag, 22.05.2012
17.12.2009
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Restrukturierung

Betriebsrat fordert Opel-Umbau bis Mitte Februar

Die Weichen für die Zukunft des angeschlagenen Autobauers Opel müssen aus Sicht des Betriebsrates spätestens Mitte Februar 2010 gestellt sein. "Wir haben kein großes Zeitfenster. Ich würde sagen, wir haben nach Weihnachten maximal eineinhalb Monate Zeit, bis wir alles geregelt haben müssen. Ansonsten wird es in jeglicher Beziehung fatal", sagte der Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz am Donnerstag vor Journalisten in Rüsselsheim. Durch die verlorene Zeit für die nötige Restrukturierung seien bei Opel in diesem Jahr bis zu 900 Millionen Euro in den Sand gesetzt worden. Und nach dem Auslaufen der staatlichen Anreizprogramme werde 2010 das härteste Jahr für die Automobilindustrie mit einem enormen Preiskampf, sagte Franz. Die Restrukturierung der General Motors-Tochter Opel/Vauxhall kostet nach GM-Angaben rund 3,3 Milliarden Euro. Die Belegschaft soll sich über einen Lohnverzicht von jährlich 265 Millionen Euro an der Sanierung beteiligen. Der Betriebsrat ist prinzipiell zu Zugeständnissen bereit, hat diese aber an einen Forderungskatalog geknüpft. Zudem werden die genannten Sanierungsmilliarden von den Arbeitnehmervertretern als nicht ausreichend angesehen, um die Restrukturierung samt Abbau von mehr als 8.000 der 48.000 Stellen in Europa zu stemmen, und gleichzeitig die angestrebte Modelloffensive zu starten. Umwandlung in AG als Voraussetzung für Einigung Oberstes Anliegen der Arbeitnehmervertreter ist die Umwandlung der Adam Opel GmbH in eine Aktiengesellschaft nach deutschen Recht mit Sitz in Rüsselsheim. "Das ist eine Voraussetzung für eine Einigung", betonte Franz. Die bisherige Holding GM Europe müsse auch juristisch aufgelöst werden: "Was nutzt eine AG, wenn eine Holding darübergestülpt wird und der AG-Vorstand deshalb eine 'lame duck' ('lahme Ente') wäre.*

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Entwicklungsverantwortung in Rüsselsheim

 
 
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