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Gewinneinbruch
BMW auf Schleuderkurs
Nach dem Konkurrenten Daimler ist auch BMW wegen des schwierigen Marktumfelds ins Schleudern geraten. Das Unternehmen strich am Freitag seine Gewinnprognose für dieses Jahr drastisch zusammen. Neben den deutlich gestiegenen Öl- und Rohstoffpreisen und der Schwäche des Dollar kämpft BMW auch mit den Auswirkungen der internationalen Finanzkrise. Reagieren will das Unternehmen nun mit weiteren Einsparungen, einer Drosselung der Produktion und Preiserhöhungen. "Ein Ende der angespannten Situation ist nicht in Sicht", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer in einer Telefonkonferenz. Erst 2010 sei mit einer Besserung zu rechnen. An den langfristigen Prognosen hielt BMW aber fest. An der Börse wurden die Nachrichten mit Bestürzung aufgenommen. Bis zum Freitagnachmittag verlor die Aktie gut sieben Prozent auf 26,84 Euro. BMW nahm das bisherige Ziel eines Gewinns vor Steuern von mindestens 3,78 Milliarden Euro zurück. Stattdessen sei nur noch eine Umsatzrendite vor Steuern von mindestens vier Prozent geplant, sagte Finanzvorstand Michael Ganal. Eine konkrete Ergebniszahl wollte er allerdings nicht nennen. Da der Konzern in diesem Jahr allenfalls ein leichtes Umsatzplus schaffen dürfte, entspräche die genannte Zielmarke etwa einem Vorsteuergewinn von 2,3 bis 2,4 Milliarden Euro. Höhere Rückstellungen Allein die Mehrkosten durch ungünstige Wechselkurse und die hohen Rohstoffpreise lägen in diesem Jahr voraussichtlich um 800 Millionen Euro über Vorjahresniveau, sagte Ganal. Massive Probleme bereiten auch Kreditausfälle und die schlechte Lage auf dem US-Gebrauchtwagenmarkt durch die Finanzkrise. BMW kämpft wie andere Hersteller mit dem Problem, dass die Erlöse für Autos, die aus Leasingverträgen zurückkommen, nicht so hoch liegen wie angenommen. BMW hatte im Frühjahr dafür bereits 236 Millionen Euro zur Seite gelegt. Nun kamen nochmals 459 Millionen hinzu. Dabei könne sich die Lage durchaus noch weiter verschlechtern.
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(Foto: BMW)
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