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BMW-Chef verteidigt harte Zäsur
BMW-Chef Norbert Reithofer hat angesichts höherer Gewinne im vergangenen Jahr erneut die harten Einschnitte beim Autobauer verteidigt. Die angepeilten Verbesserungen der Rendite sicherten die Zukunft und die Unabhängigkeit des Konzerns, sagte Reithofer am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in München. Darüber hinaus hätten die Aktionäre einen Anspruch auf angemessene Verzinsung ihres Kapitals. "Das ist eine ebenso berechtigte Forderung in einer sozialen Marktwirtschaft wie die Forderung von Arbeitnehmern nach einem sicheren Arbeitsplatz." In diesem Jahr will BMW Absatz und Vorsteuergewinn weiter steigern. An der Börse stieg die BMW-Aktie am Mittag in einem positiven Umfeld um 4,63 Prozent auf 32,55 Euro und gehörte damit zu den besten DAX-Werten. BMW steht durch den schwachen Dollar, hohen Rohstoffkosten und Forschungsausgaben unter Druck. Daher hatte Reithofer im vergangenen Jahr ein Sparprogramm angekündigt, mit dem die Kosten in den kommenden Jahren um insgesamt sechs Milliarden Euro gedrückt werden sollen. Der größte Teil davon soll mit rund vier Milliarden Euro auf den Einkauf entfallen. Aber auch beim Personal wird gespart. Bis Ende des Jahres sollen insgesamt 8.100 Arbeitsplätze wegfallen. Die Produktivität soll statt um fünf künftig um sieben bis acht Prozent pro Jahr steigen. Die IG Metall hatte die Einsparungen scharf kritisiert und vor "kurzsichtigem Renditedenken" gewarnt. Im laufenden Jahr will BMW seinen Gewinn ausbauen. Das um einen Sondereffekt bereinigte Ergebnis vor Steuern werde über der Marke von 3,776 Milliarden Euro im vergangenen Jahr liegen, sagte Reithofer. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge soll nach gut 1,5 Millionen im vergangenen Jahr wie bereits angekündigt auf einen neuen Rekordwert steigen. Die ersten Zahlen für den März stimmten ihn optimistisch. Bis 2012 ist die Marke von 1,8 Millionen verkauften Fahrzeugen angepeilt. Bis dahin soll die Umsatzrendite auf Basis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Autogeschäft bei acht bis zehn Prozent steigen. Im vergangenen Jahr hatte die EBIT-Marge stabil bei 6,4 Prozent gelegen.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: "Die Rohstoffkosten werden weiter steigen"
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(Foto: Jörg Koch/ddp)
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