Die BMW Group tritt derzeit nur auf dem deutschen Heimatmarkt trotz einer Reihe neuer Modelle auf der Stelle. In Asien, Nordamerika und Europa sei die Zahl der Auslieferungen im Juli um jeweils rund 20 Prozent gestiegen, teilte BMW am Dienstag in München mit. Dagegen musste sich der erfolgsverwöhnte Konzern in Deutschland mit einem minimalen Absatzplus von 0,2 Prozent auf 23.415 verkaufte Autos begnügen. Das Unternehmen macht dafür u.a. die Verunsicherung der Käufer angesichts der Klima-Debatte verantwortlich. Dennoch sieht sich BMW auf gutem Weg, um als Gewinner aus der CO2-Diskussion hervorzugehen. Insgesamt steigerte BMW den Gruppenabsatz im Juli, wie bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt, um 20 Prozent auf 123.017 verkaufte Autos. Nach einem schwächeren Start ins neue Jahr kommt der Autobauer in den ersten sieben Monaten so auf eine Absatzsteigerung von 6,5 Prozent auf 853.202 Auslieferungen. Im Gesamtjahr rechnen die Münchner weiterhin mit einem Zuwachs im prozentual höheren einstelligen Bereich und mit Absatzrekorden bei den drei Konzernmarken. Im Juli waren diese allesamt gut unterwegs: BMW und Mini legten um rund 20 Prozent zu, Rolls-Royce steigerte die Zahl der Auslieferungen um knapp 63 Prozent auf 83 verkaufte Luxuswagen. Vertriebsvorstand Michael Ganal sagte: "Ein maßgeblicher Grund für unseren Markterfolg ist ohne Frage, dass wir bei den Maßnahmen zur Verringerung des CO2-Ausstoßes einen deutlichen Vorsprung vor den Wettbewerbern haben." Bis Herbst dieses Jahres sollten etwa 40 Prozent aller ausgelieferten Neuwagen eine CO2-Emission von maximal 140 Gramm pro Kilometer haben. Die Investitionen in neue Antriebskonzepte sowie der starke Euro und die hohen Rohstoffpreise hatten zuletzt trotz aller Absatzerfolge zu sinkenden Gewinnen geführt (wir berichteten). (dpa)
BMW fährt nur in Deutschland hinterher
Während die Münchner im Inland nicht recht vorankommen, steigt der Gruppenabsatz im Rest der Welt um ein Fünftel