Mittwoch, 23.05.2012
08.12.2008
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Trotz Krise

BMW hält an Absatzzielen fest

Die BMW-Group will 2008 auf dem deutschen Markt ungeachtet der Absatzkrise etwa so viele Fahrzeuge verkaufen wie im Rekordjahr 2007. "In Deutschland liegen wir aktuell noch über dem Vorjahresabsatz. Ende des Jahres werden wir wohl annähernd auf dem Niveau von 2007 landen", sagte Philipp von Sahr, Leiter des Deutschland-Vertriebs, dem "Tagesspiegel" (Montag). Im vergangenen Jahr hatte der Hersteller mit den Marken BMW, Mini und Rolls-Royce 285.000 Autos und Motorräder in Deutschland abgesetzt, dem nach den USA zweitgrößten Markt für BMW. Global wird der Autokonzern den Rekordabsatz des Vorjahres von 1,5 Millionen Fahrzeugen aber verfehlen. "Weltweit werden wir 2008 angesichts der schwierigen Situation in den Märkten das hohe Absatzniveau des Vorjahres nicht erreichen", sagte von Sahr. BMW-Chef Norbert Reithofer hatte es der Zeitung zufolge zuletzt abgelehnt, angesichts der Finanz- und Autokrise eine konkrete Prognose für das laufende Jahr zu geben. Im November war der BMW-Absatz um 25 Prozent eingebrochen (wir berichteten). Kein Einsparbedarf im Händlernetz Im eigenen Händlernetz sieht BMW-Deutschlandchef von Sahr keinen Einsparbedarf. "Wir sind hier deutlich schlanker und effizienter als die Konkurrenz", sagte er. Der Konzern werde aber "keine Renditen subventionieren" und Händler "am Tropf durch die Krise führen". Sparen will der BMW-Konzern am Standort Berlin. Der geplante Neubau einer neuen Niederlassung für 80 Millionen Euro steht derzeit auf dem Prüfstand. "Wir stehen dazu. Aber wir prüfen den Architektenentwurf noch einmal, heben Potenziale und nutzen Synergien im Rahmen eines Standortkonzepts für Berlin", sagte von Sahr. Den ursprünglich für 2010 vorgesehen Einzugstermin kann BMW nicht einhalten. "Wir haben den Termin verschoben. Das tut uns weh, aber in der aktuellen Lage müssen wir uns auf das Wesentliche konzentrieren", sagte von Sahr. (dpa)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

09. Dezember 2008 08:51
Dr. Helmut Teissl meint:
Genau diese Realitätsferne von Vertriebsleuten ist es, die die Autoproduzenten mehr noch deren Händler schon vor der Krise in Schieflage gebracht hat. Jeder Hersteller glaubte auf Kosten anderer wachsen zu können.
Die Überproduktion landete auf den Höfen der Händler, die den Preisverfall u.a. über den intra-brand-wettbewerb mit einer miserablen Rendite bezahlen bzw. mittragen mußten. Und dann fühlt sich der Hersteller auch gar nicht verpflichtet, eine "Rendite zu subventionieren" ! wie denn auch, ist es doch die einfachste, rascheste und billigste Methode einer Bereinigung des Vertriebsnetzes.

Man möge nur die headlines der 2 Artikel des heutigen AUTOHAUS Online
untereinander stellen: "BMW-Absatz sinkt um 25 Prozent" und "BMW hält an Absatzzielen fest". Wie bezeichnet man so ein Denken ?


08. Dezember 2008 19:21
A.Reilas meint:
Wenn Herr von Sahr keine Händler am Tropf durch die Krise führen möchte, müsste er sich von einem Großtei seiner Händler trennen!

Die Arroganz dieser BMW Angestellten lässt auch in der Krise nicht nach!

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