BMW wagt angesichts der Turbulenzen am US-Markt derzeit noch keine konkrete Prognose für die Absatzentwicklung in Übersee in diesem Jahr. "In diesem Jahr wird der Absatz der BMW Group in den USA angesichts der anhaltenden Dollar- und Marktschwäche wie angekündigt gezielt verringert", sagte ein Sprecher des Unternehmens am Dienstag. Wie hoch das Minus allerdings ausfallen werde, sei derzeit noch nicht absehbar. Der Konzern reagierte damit auf einen US-Medienbericht vom Vortag (wir berichteten). Darin wurde Nordamerika-Chef Jim O'Donnell mit der Aussage zitiert, in diesem Jahr werde der Absatz der BMW-Gruppe in den USA voraussichtlich um rund zehn Prozent zurückgehen. Dies sei nicht richtig wiedergegeben worden, stellte der Sprecher klar. Reagieren wolle BMW nun mit einem Strategiewechsel auf dem wichtigsten Auslandsmarkt. So will der Konzern das Leasing-Geschäft weiter verringern, die Kosten senken und 90 Stellen streichen. Außerdem sollen die Kaufanreize gekürzt werden, die vor allem zum Jahresende üblich waren. Der US-Automarkt leidet derzeit massiv unter der Zurückhaltung der Verbraucher wegen der hohen Spritpreise und der Finanzkrise. BMW hatte bis Ende August 2,5 Prozent weniger Autos seiner Marken in den USA verkauft. Ein noch stärkerer Rückgang wurde durch gute Verkaufszahlen beim Mini verhindert. (dpa)
US-Absatzminus: BMW kann Ausmaß noch nicht beziffern
Der Münchner Autobauer wagt angesichts der aktuellen Marktturbulenzen in Übersee noch keine konkrete Verkaufsprognose für das laufende Jahr. Medienberichte über einen Rückgang um rund zehn Prozent wurden dementiert.