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BMW kommt Edscha entgegen
BMW will dem insolventen Zulieferer Edscha entgegenkommen. Es gebe Gespräche darüber, ausstehende Rechnungen von Edscha an BMW vor Ablauf der eigentlichen Zahlungsfrist zu begleichen, um dem Unternehmen wieder etwas Geld in die Kasse zu bringen, sagte ein Sprecher von BMW am Mittwoch auf dpa-Anfrage. "Das werden wir wahrscheinlich machen." Über aktive Hilfen sei mit dem Insolvenzverwalter aber noch nicht gesprochen worden. "Das ist eigentlich auch nicht unser Weg." Damit bestätigte der Sprecher Informationen des Magazins "auto motor und sport". Edscha liefert Dachsysteme für das 3er Cabrio von BMW. Auch Audi habe Interesse am Erhalt von Edscha signalisiert, wie das Magazin am Mittwoch vorab weiter berichtete. Ein Audi-Sprecher sagte der dpa, seinem Unternehmen gehe es zunächst darum, die Versorgung mit Teilen sicherzustellen. "Dafür sollte ein Lieferant den nötigen unternehmerischen Spielraum haben." Audi stehe in Kontakt mit dem Insolvenzverwalter von Edscha. Einzelheiten nannte der Sprecher aber nicht. Audi bezieht von Edscha die Verdecke für das A3 Cabrio und den TT Roadster. Edscha hatte in der vergangenen Woche Insolvenzantrag gestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Jörg Nerlich sieht nach Unternehmensangaben "realistische Chancen", das Unternehmen an einen Investor zu verkaufen und damit Standorte und Arbeitsplätze retten zu können. Voraussetzung sei allerdings die konsequente Umsetzung eines Sanierungskonzeptes. Rund 2.300 Mitarbeiter betroffen In Deutschland sind rund 2.300 Mitarbeiter in Bayern und Nordrhein-Westfalen von der Edscha-Insolvenz betroffen. Als Grund für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nannte Edscha massive Auftragseinbrüche und zunehmend schwierige Finanzierungsbedingungen. Die Produktion an allen Standorten laufe derzeit weiter.
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(Foto: BMW)
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