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Vertragsabschluss
BMW-Leiharbeitnehmer erhalten Tariflohn
Die IG Metall hat für einen Großteil der Leiharbeitnehmer beim Autobauer BMW Tarifverträge abgeschlossen, die teils deutliche Einkommenserhöhungen für die Beschäftigten mit sich bringen. Mit insgesamt 16 Zeitarbeitsfirmen seien Abschlüsse unterzeichnet worden, die den Betroffenen ein Grundentgelt nach dem Tarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie sicherten, teilte die Gewerkschaft am Montag in München mit. Die darin vereinbarten Entgelte lägen zwischen 11,61 Euro und 28,17 Euro pro Stunde. Bisher seien als niedrigster Satz eines BMW-Zeitarbeiters 7,43 Euro pro Stunde gezahlt worden. Die Tarifverträge bedeuteten damit eine Einkommenserhöhung um bis zu 56 Prozent, erklärte die Gewerkschaft. "Dieser Abschluss hilft den Kolleginnen und Kollegen nicht nur in ihrer aktuellen Situation, sondern sie haben damit nun auch endlich die Möglichkeit, ordentliche Ansprüche in den Sozialversicherungen zu erwerben", erklärte Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer laut Mitteilung. BMW hatte im Rahmen seines milliardenschweren Sparprogramms den Abbau von konzernweit 8000 Arbeitsplätzen angekündigt, davon 7500 in Deutschland. Die Kürzungen sollen vor allem die Leiharbeitsplätze treffen. Derzeit gebe es Schätzungen zufolge noch 3000 bis 4000 Leiharbeitnehmer bei BMW, sagte ein IG-Metall-Sprecher. Die neuen Tarifverträge hätten für die meisten von ihnen Gültigkeit. Zu den Zeitarbeitsfirmen, mit denen solche Abschlüsse erzielt wurden, gehören nach Gewerkschaftsangaben Randstad Deutschland, Adecco Personaldienstleistungen, TUJA Zeitarbeit und I.K. Hofmann. Der Autobauer hatte zuvor einer Vereinbarung zugestimmt, wonach BMW künftig nur noch mit solchen Zeitarbeitsfirmen zusammenarbeiten will, die die tariflichen Grundentgelte anerkennen. Die neuen Tarifverträge bedeuteten für BMW nun höhere Kosten, sagte ein Unternehmenssprecher, bezifferte diese aber nicht. (dpa)
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