Marktflaute: BMW mit Absatz- und Umsatzminus

06.02.2009 09:33 Uhr
© Foto: UnitedPictures

BMW musste im Januar herbe Absatzverluste einstecken. Dem konzernweiten Minus von 24 Prozent konnte auch Mini nicht entrinnen und büßte ein Drittel des Absatzes ein. Trotz gesunkenem Konzernumsatz soll das Ergebnis für 2008 aber positiv ausfallen.

Nach einem Absatz- und Umsatzminus im vergangenen Jahr sind die Absatzzahlen des Autoherstellers BMW weiter auf Talfahrt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei die Zahl der vom Konzern verkauften Autos im Januar um 24 Prozent von 92.900 auf 70.400 Fahrzeuge gesunken, teilte der Konzern am Freitag in München mit. 2008 hielten sich die Einbußen bei den drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce wegen des guten Jahresauftakts mit einem Minus von 4,3 Prozent auf 1,435 Millionen Fahrzeuge noch in Grenzen. Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 53,2 Milliarden Euro. Für 2008 soll das Konzernergebnis aber deutlich positiv ausfallen, versicherte BMW. Nachdem der Hersteller seine Gewinnziele im vergangenen Jahr mehrfach zusammengestrichen hatte, löste diese Aussage an der Börse einen Anstieg um mehr als fünf Prozent auf über 20 Euro aus. BMW kämpft wie andere Hersteller seit vergangenem Herbst mit drastischen Absatzeinbrüchen im Zuge der Wirtschaftskrise. Das Unternehmen hatte deswegen vor kurzem für die Monate Februar und März Kurzarbeit an vier deutschen Standorten angekündigt. Dadurch wird die Produktion um 38.000 Fahrzeuge zurückgefahren. Die Zahl der Mitarbeiter lag Ende 2008 nach einem Stellenabbau bei 100.000. Dies waren gut 7.000 weniger als im Vorjahr. Auch Mini von Absatzeinbruch betroffen Im Januar machte sich die Absatzkrise vor allem bei der bislang von Einbrüchen weitgehend verschont gebliebenen Kleinwagenmarke Mini bemerkbar. Hier sank der Absatz um gut ein Drittel auf 10.000 Fahrzeuge. BMW begründete dies aber auch mit dem Modellwechsel beim Mini Cabrio. Die nächste Generation soll nach einer Angebotspause von mehr als einem halben Jahr Ende März auf den Markt kommen. Das Vorgängermodell habe mit durchschnittlich 16 Prozent einen erheblichen Anteil am MINI Gesamtabsatz gehabt, hieß es. Bei der Kernmarke BMW sank die Zahl der verkauften Autos um 22 Prozent auf gut 60.000 Einheiten. Die Münchner hoffen hier nun unter anderem auf ihr neues Flaggschiff, den 7er. Im Januar wurden davon knapp 2500 Einheiten verkauft. Auf wichtigen Märkten wie China und den USA wird der Wagen in den kommenden Wochen erst noch eingeführt. (dpa)

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