Dienstag, 22.05.2012
19.11.2008
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Prognose

BMW mit bester Werksauslastung

Die BMW Group ist laut einer aktuellen Studie im kommenden Jahr der bestausgelastete deutsche Hersteller. Die Fachzeitschrift "Auto Motor und Sport" zitierte am Mittwoch aus einer Untersuchung des Prognosespezialisten CSM Worldwide, wonach der weiß-blaue Autobauer auf 92 Prozent seiner Kapazitäten kommen wird. Dies sei ein Rückgang von 4,6 Prozentpunkten gegenüber 2008. Auch Daimler soll trotz der Produktionskürzungen noch eine Auslastung von 89,1 Prozent (minus 1,1) erreichen. Gut schlagen sich zudem der VW-Konzern mit 84,5 Prozent (minus 5,6) und die Ford Werke mit 79,3 Prozent (minus 10,4). Mit der schlechtesten Werksauslastung aller deutschen Hersteller muss dagegen Opel zurechtkommen. Den Angaben zufolge soll die Opel-Auslastung nur noch bei 66,2 Prozent der Kapazität liegen – 11,4 Punkte weniger als in diesem Jahr. Das Astra-Werk Bochum rutsche auf nur noch 61 Prozent Auslastung, während das Corsa-Werk in Eisenach 76 Prozent erreiche. Im Stammwerk Rüsselsheim rechnen die Experten wegen des neuen Insignia und des Produktionsanlaufs für den neuen Saab 9-5 mit 81 Prozent Auslastung. Dramatischer als bei den Deutschen sehen die Analysten die Lage bei den Franzosen. Hier drohten ganze Werksschließungen. So rechnet CSM damit, dass im spanischen Renault-Werk Valladolid, wo der Modus produziert wird, die Auslastung auf nur noch 27 Prozent sinkt. Rein rechnerisch hätten Renault und Nissan weltweit mindestens vier Werke zu viel, sollte sich die Nachfrage nicht bald signifikant erhöhen. Ähnliches gelte für PSA: Peugeot und Citroën haben rechnerisch zwei Werke zu viel. Für 2009 rechnet CSM bei Renault-Nissan mit einer durchschnittlichen Auslastung von 68,4 Prozent, bei PSA mit 73 Prozent. Weltweit errechnete CSM für das kommende Jahr eine Überkapazität von fast 27 Millionen Autos. (dpa/rp)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

20. November 2008 09:13
Helmut Weicker meint:
Hier bleibt für das Stammwerk BMW allerdings zu hoffen, dass die tolle Werksauslastung im nächsten Jahr nicht nur auf Rückrufaktionen und Gewährleistung basiert.
Der unqualifzierte Umgang mit Mitarbeitern und vorrangig mit den Zulieferfirmen, der derzeit in der Führungsetage bei BMW vollzogen wird, lässt in dieser Hinsicht leider keine allzu große Hoffnung aufkeimen.

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