Der Autokonzern BMW erwägt, die Produktion im US-Werk Spartanburg über die bisherigen Planungen hinaus auszuweiten. "Bei einer nachhaltigen Dollarschwäche werden wir stärker von der US-Fertigung profitieren wollen", sagte BMW-Vorstandschef Helmut Panke dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) auf der Detroit Auto Show. Bislang waren lediglich die Planungen bekannt, von 2008 an in den USA einen Van zu bauen. Das Dollarrisiko habe BMW im vergangenen Jahr etwa zur Hälfte durch die US-Produktion abgesichert. Dennoch werde das Ergebnis von 2005 durch die ungünstige Wechselkursentwicklung deutlich belastet sein, schreibt die Zeitung. Analysten schätzen den negativen Einfluss in der Bilanz der Bayern auf 500 bis 800 Mio. Euro. Diese Einflüsse und die Belastungen durch hohe Rohstoffpreise sieht Panke auch als Hauptgründe dafür, dass das Ergebnis 2005 nicht mit der Absatzentwicklung standhalten konnte. Im Gegensatz zu Mercedes-Benz oder VW sieht der Automanager trotz geringerer Erträge bei steigenden Umsätzen keinen Grund für Sonderaktionen, um die Kosten zu trimmen. "Wir haben kein Krisen-Sparprogramm. Wir machen auch keins", sagte Panke in einem Interview mit der "Financial Times Deutschland" (Mittwochsausgabe). Es gebe auch keine Pläne für einen Stellenabbau. (dpa/rp)
BMW prüft Ausbau der US-Produktion
Konzernchef Panke: Ausweitung kann Dollarrisiko abfedern / Keine Pläne für Stellenabbau in der Schublade