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Halbjahresbilanz
BMW startet wieder durch
BMW fährt rasant aus der Krise. Nach Daimler und Audi präsentiert sich auch der Münchner Autobauer nach der schweren Branchenkrise wieder in glänzender Verfassung. Angesichts der wieder starken Nachfrage hat der Konzern im zweiten Quartal einen überraschend kräftigen Umsatz- und Gewinnsprung verbucht, wie BMW am Dienstag mitteilte. Nach dem Krisenjahr 2009 mit Kurzarbeit und Gewinneinbruch arbeitet das Unternehmen in seinen Werken wieder an der Kapazitätsgrenze. Zugleich warnte Konzernchef Norbert Reithofer allerdings davor, die Risiken für den Aufschwung zu unterschätzen.
"Deutliche Absatzzuwächse in wichtigen Märkten sowie ein hochwertiger Modell-Mix sind wesentliche Gründe für das starke zweite Quartal", sagte Reithofer. BMW hatte bereits jüngst seine zuvor zurückhaltende Absatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr nach oben korrigiert und will nun mehr als 1,4 Millionen Fahrzeuge verkaufen und damit wieder an die Zeit vor der Krise anknüpfen. Im Rekordjahr 2007 hatten die Münchner rund 1,5 Millionen Autos abgesetzt und unter dem Strich rund 3,1 Milliarden Euro verdient.
In diesem Jahr rechnet BMW damit, dass das Konzernergebnis deutlich über dem schwachen Vorjahr liegen wird, in dem BMW nur rund 210 Millionen Euro Gewinn verbucht hatte. Diese Prognose hat der Dax-Konzern schon erfüllt: Bereits im ersten Halbjahr haben die Münchner mehr als fünfmal soviel verdient wie im gesamten Jahr 2009. BMW habe die Krise genutzt, um sich besser aufzustellen. Die gute Entwicklung sei aber kein Grund, sich zurückzulehnen. "Wir sind noch nicht am Ziel", sagte Reithofer. BMW werde sich weiter fit für die Zukunft machen.
Unter dem Strich steht für die Zeit zwischen Januar und Juni ein Gewinn von rund 1,16 Milliarden Euro, nachdem im ersten Halbjahr 2009 noch ein Verlust von 31 Millionen Euro in den Büchern stand. Der Umsatz wuchs bis Ende Juni um 13,5 Prozent auf rund 27,8 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr hatte der Konzern weltweit rund 696.000 Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls Royce ausgeliefert, 13,1 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die stark anziehende Autokonjunktur hat bei BMW zu einer hohen Auslastung der Produktionskapazitäten geführt. "Wir sind schon absehbar an unserer eigenen Produktionsgrenze", so Reithofer.
Sparpolitik der Länder als Risiko
Diese Aufwärtsentwicklung lasse sich aber in Hinblick unter anderem auf das traditionell schwächere dritte Quartal nicht ohne weiteres "linear auf das Gesamtjahr hochrechnen", betonte Finanzchef Friedrich Eichiner. Zudem gebe es noch weitere Risiken. So könnte die Sparpolitik in vielen Ländern den Konsum drosseln. Zudem müsse sich erst zeigen, wie nachhaltig der Wirtschaftsaufschwung sein werde.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: "Wir verlassen uns nicht allein auf China"
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(Foto: BMW)
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