Mittwoch, 23.05.2012
07.12.2009
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Alternative Antriebe

BMW verabschiedet sich vom Wasserstoff

BMW stellt seinen Feldversuch mit Wasserstoff betriebenen Luxuslimousinen erst einmal ein. "Es wird vorerst keine neue Wasserstoff-Testflotte geben", sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger dem "Handelsblatt" (Montag). Damit folgt BMW Volkswagen. Der Wolfsburger Autokonzern hatte sich als erster deutscher Hersteller sowohl gegen die Wasserstoffverbrennung als auch gegen die Brennstoffzellentechnik entschieden. Sie sei ungeeignet für den Großeinsatz. Experten halten das der Zeitung zufolge aber für eine riskante Strategie. Seit Jahrzehnten forschen Autohersteller an der Wasserstofftechnik, um das umweltbelastende Benzin ersetzen zu können. Während Daimler Wasserstoff mit Brennstoffzellen in Strom umwandelt, verbrennt BMW das Gas in herkömmlichen Motoren. Bislang gibt es aber nicht mehr als Testflotten und eine Hand voll Tankstellen. Der Konkurrent Daimler hält trotz der Skepsis der Konkurrenten an seiner Brennstoffzellentechnik fest. "Das ist gut für die Umwelt und die Menschen. Genau darum wollen wir diese Technologie so schnell wie möglich zur Marktreife bringen", sagt Unternehmenschef Dieter Zetsche. Auch der Linde-Chef Wolfgang Reitzle will den Wasserstoff-Antrieb noch nicht abschreiben. "Die Wasserstofftechnologie stand noch nie so kurz vor dem Durchbruch wie heute", sagte er der Zeitung. Linde ist nach eigenen Angaben der weltweit führenden Wasserstoff-Lieferant. Flächendeckendes Tankstellennetz Daimler und Linde haben mit den Mineralölkonzernen Shell und OMV eine Absichtserklärung für den Bau eines flächendeckenden Tankstellennetzes unterschrieben. Daimler will zunächst eine Kleinserie von B-Klasse-Modellen produzieren und spätestens 2015 eine Großserie auf den Markt bringen. Die beiden Energieversorger Vattenfall und EnBW bauen Strom-Tankstellen auf. (dpa)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

08. Dezember 2009 08:53
Sascha Kawlewski meint:
Wirklich Schade!!!!
BMW hat mich immer wieder mit tollen Innovationen überrascht. Auch die Wasserstoff-Technologie ist nach meiner Meinung eine Errungenschaft die BMW maßgeblich mit getragen hat. Narürlich braucht es auch Energie reinen Wasserstoff herzustellen, aber sicherlich nicht soviel wie aus anderen Brennstoffen erstmal Strom zu erzeugen und diesen dann für den Elektroantrieb zu gebrauchen. Der Wasserstoff ist der direktere in bessere Weg, und an sich ist die Technik ja Serienreif wie die Flotte "Hydrogen-7" beweist. Es fehlt mal wieder an der nötigen Infrastruktur und am politischen Willen so eine Technik durchzusetzten... und das in Zeiten einer Weltklimakonferenz!!


07. Dezember 2009 10:18
Karl Schuler meint:
Seit dem ersten 7er E23 Ende der siebziger Jahre wurde in diese Technologie Geld gesteckt. Und jetzt in Zeiten der herbei geschriebenen zukünftigen Elektromobilität wird solch ein großartiges Projekt eingestellt. Diese Suche nach der "Elektromobilität" ist meiner Meinung nach der falsche Weg und führt nur von einer Abhängigkeit vom Erdöl in eine andere Abhängigkeit, nämlich die von der Atomindustrie. Lange lebe der Diesel- und der Otto-Motor! Haben alle Autos den gleichen Elektroantrieb, werden die Marken verschwinden!

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