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BMW verbucht Absatzrückgang im September
BMW bekommt Finanzkrise und Konjunkturflaute zu spüren: Im September verkaufte der Hersteller weniger Autos als vor einem Jahr. Besonders macht den Münchnern der Einbruch auf dem US-Markt zu schaffen. Vorstandschef Norbert Reithofer schließt deshalb weitere Produktionskürzungen nicht aus. In den ersten neun Monaten des Jahres liege der weltweite Absatz aber immer noch über dem Vorjahreswert, sagte er am Donnerstag auf dem Automobilsalon in Paris ohne konkrete Zahlen zu nennen. Im vergangenen Jahr hatte die BMW- Gruppe bis Ende September noch ein Absatzplus von 7,2 Prozent auf knapp 1,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge geschafft. Die BMW-Gruppe als größter deutscher Autobauer in den USA wurde von der rasanten Talfahrt des amerikanischen Marktes heftig getroffen. Im September verkaufte der Hersteller den Angaben zufolge dort 18.506 Fahrzeuge der Marken BMW und Mini - ein Minus von fast 26 Prozent. In den ersten neun Monaten fiel der US-Absatz um 4,8 Prozent auf 236.327 Fahrzeuge. Die Lage an den Automärkten bleibe angespannt, sagte Reithofer. Mit einer Erholung sei nicht vor Mitte nächsten Jahres zu rechnen. Dennoch bleibe es bei der bisherigen Absatzprognose für 2008. "Wir nehmen uns nach wie vor das Ziel vor, weltweit über Vorjahr zu liegen." Im vergangenen Jahr hatte BMW mit den drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce weltweit gut 1,5 Millionen Fahrzeuge verkauft. Bis 2012 ist die Marke von 1,8 Millionen Fahrzeugen angepeilt. Reithofer: Stellenabbau war richtige Entscheidung BMW behalte sich auch weitere Produktionskürzungen vor, um auf eine eventuell sinkende Nachfrage reagieren zu können, sagte Reithofer. "Wenn es nötig ist, werden wir nochmal an die Produktion rangehen." Nach einer Gewinnwarnung Anfang August hatte BMW Kürzungen angekündigt. Demnach sollten 40.000 eigentlich für den US-Markt vorgesehene Fahrzeuge in andere Länder umgeleitet oder gar nicht erst produziert werden. Der Anfang des Jahres angekündigte Abbau von 8.100 Stellen sei richtig gewesen, da BMW dadurch flexibler geworden sei, sagte Reithofer. Bislang seien bereits 6.500 Stellen abgebaut, davon 4.000 Leiharbeitsstellen. Sollten weitere Kürzungen in der Produktion nötig werden, sei dies über Arbeitszeitkonten möglich, aber auch über eine weitere Reduzierung der Leiharbeiter. Danach sehe es im Augenblick aber nicht aus. (dpa)
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(Foto: ddp / Lennart Preiss)
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