Der starke Euro wird BMW in diesem Jahr weniger Millionen Euro kosten als 2006. "Wir werden erneut einen Wechselkursverlust im dreistelligen Millionenbereich einfahren, aber das Minus wird geringer als im Vorjahr ausfallen", sagte der neue BMW-Finanzchef Michael Ganal dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Genaue Angaben machte er nicht. Im vergangenen Jahr hatte der weiß-blaue Autobauer Wechselkursverluste von 666 Mio. Euro verkraften müssen. Gegenüber der Zeitung vermied es Ganal, auf die in Finanzkreisen umstrittene Absicherungspolitik seines Vorgängers Stefan Krause einzugehen, nährte aber Hoffnungen auf eine Korrektur. "Geben Sie mir die Chance, mich in das Thema einzuarbeiten", sagte er. Der bisherige Vertriebsvorstand hatte Anfang Oktober die Position mit Krause getauscht (wir berichteten). Neben Absicherungsgeschäften setzt BMW, wie auch Daimler, verstärkt auf das so genannte "Natural Hedging" (Fertigung im Dollar-Raum), um Währungsrisiken zu minimieren. Ganal kündigte an, den Einkauf im Dollar-Raum deutlich zu erhöhen. Laut Zeitung werden noch immer viele kostspielige Bauteile wie Motoren und Getriebe aus Deutschland für das US-Werk Spartanburg importiert und mit teurem Euro bezahlt. (rp)
BMW: Wechselkursverluste geringer als im Vorjahr
Finanzchef Ganal erwartet aber erneut ein Minus im dreistelligen Millionenbereich