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Wachstumsmärkte
BMW will mehr im Ausland produzieren
BMW will vom Absatzboom in China und Indien profitieren und künftig verstärkt im Ausland produzieren. Seien bisher etwa 70 Prozent der Wagen im Inland gebaut worden, sollten es künftig eher nur noch 60 Prozent sein, kündigte BMW-Produktionsvorstand Frank-Peter Arndt in der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe/SZ) an. Der Konzern halte es für wichtig, mit seiner Produktion den wichtigen Zukunftsmärkten zu folgen. Ängste, dass mit dieser Rechnung Arbeitsplätze vom In- ins Ausland verlagert werden, müssten die Mitarbeiter aber nicht haben. "Das bedeutet nicht, dass die Inlandsarbeitsplätze abwandern, sondern dass unser Wachstum in erster Linie im Ausland stattfinden wird", sagt der Manager. China sei der größte Markt für den 7er. "Unser Erfolg in China und der dortigen Fabrik sichert Arbeitsplätze bei der 7er-Produktion in Dingolfing", sagt Arndt. 2009 setzte sich der Stellenabbau bei BMW ungebremst fort. Zum Jahresende beschäftigte der Konzern weltweit 96.230 Menschen und damit rund 3.800 weniger als ein Jahr zuvor. Allein durch den Ausstieg aus der Formel 1 seien mehrere hundert Stellen weggefallen, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag in München. Seit dem Jahr 2007 hat der Hersteller damit bereits mehr als 10.000 Stellen abgebaut. "Keine betriebsbedingten Kündigungen" Der Stellenabbau sei ausschließlich durch Fluktuation, Altersteilzeit und Aufhebungsverträge erreicht worden, sagte der Sprecher. "Es gab keine betriebsbedingten Kündigungen." In Deutschland beschäftigte BMW zum Jahresende 71.648 Menschen, weit mehr als die Hälfte davon am Firmensitz in München und in Dingolfing. Vor betriebsbedingten Kündigungen sind die Mitarbeiter in den deutschen Werken auch in den kommenden Jahren durch eine Betriebsvereinbarung geschützt. Mit dem verstärkten Wachstum im Ausland zieht BMW die Konsequenzen aus der ungleichen Entwicklung einzelner Märkte. So sind die Aussichten für den europäischen Markt nach dem Auslaufen von Abwrackprämien alles andere als optimistisch: Branchenanalysten erwarten für Europa im laufenden Jahr einen Rückgang des Autoabsatzes von bis zu 15 Prozent im Vergleich zu 2009. Dies käme einem Rückgang von bis zu zwei Millionen Autos gleich. BMW verkauft heute an die 1,3 Millionen Autos weltweit im Jahr; bis 2016 sollen es 1,6 Millionen, im Jahr 2020 dann zwei Millionen sein. (dpa)
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(Foto: BMW)
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