BMW: Wille zum Wachstum

09.01.2006 17:51 Uhr

Konzernchef Panke gibt sich vorsichtig optimistisch / Keine Ertrags-Prognose

BMW will auch 2006 an seine Erfolge der vorangegangen Jahren anschließen. "Wir gehen davon aus, dass die BMW Group auch im Geschäftsjahr 2006 auf dem Wachstumspfad bleiben wird", sagte Konzernchef Helmut Panke am Montag auf der Automesse in Detroit. Im vergangenen Jahr war der BMW-Konzern mit einem Absatzplus von 9,9 Prozent auf erstmals 1,33 Mio. verkaufte Fahrzeuge nach eigener Einschätzung Weltmarktführer im Premium-Segment. Zulegen konnte BMW im vergangenen Jahr bei allen drei Konzernmarken. Die Stammmarke BMW verbesserte den Absatz um gut zehn Prozent auf knapp 1,13 Mio. Auslieferungen. Die Marke Mini konnte um rund neun Prozent auf 200.400 verkaufte Autos zulegen. Bei Rolls-Royce konnte BMW den Absatz zwar leicht von 792 auf 796 verkaufte Luxus-Limousinen steigern. Damit liegt die Marke aber weiter unter dem ursprünglichen Ziel von 1.000 Verkäufen im Jahr. Ertragszahlen nannte BMW noch nicht. Während der Absatz dank neuer Modelle wie der 1er-Reihe boomt, steht der Gewinn wegen des Preisdrucks und hoher Rohstoffkosten unter Druck. Daher hat BMW trotz der Absatzzuwächse für 2005 nur einen Gewinn in etwa auf Vorjahreshöhe angekündigt. Dies kann auf einen leichten Gewinnrückgang hinauslaufen. Zugpferd 3er Meist verkauftes Auto bei BMW ist derzeit die neue 3er-Limousine. Seit Markteinführung im vergangenen März wurden 229.900 Stück verkauft. Der 5er-Absatz stagnierte dagegen im vergangenen Jahr bei 228.400 Verkäufen. Kräftig zulegen konnte dagegen der geländegängige X3, dessen Auslieferungen um ein Fünftel auf 110.700 Einheiten zulegten. BMW betonte, dass der größere X5 unter dem Erfolg des kleineren Bruders nicht gelitten habe. Im sechsten Jahr nach Einführung ging der Absatz nur leicht auf 101.500 verkaufte Autos zurück. Einen Einbruch gab es dagegen beim Roadster Z4. Die Zahl der Auslieferungen sank um ein Viertel auf 28.900 Verkäufe. Wichtigster Markt waren für BMW im vergangenen Jahr erneut die USA mit einem Absatzplus in der Gruppe von knapp vier Prozent auf 307.000 Auslieferungen. In Deutschland stieg der Absatz um gut vier Prozent auf 295.500 verkaufte Autos. (dpa)

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