BMW hat 2006 seine Werbeinvestitionen in Deutschland erneut am effizientesten eingesetzt. Das ist das Ergebnis der alljährlichen Effizienzstatistik des Frankfurter Instituts für Markencontrolling "Brand Control". Demzufolge musste der weiß-blaue Autobauer pro Werbeerinnerungspunkt 1,3 Mio. Euro investieren. Die Münchner werben damit deutlich günstiger als Audi (1,6 Mio. Euro), Mercedes (1,7 Mio. Euro) und VW (2,5 Mio. Euro). Laut Brand Control liegt der Betrachtung die Relation zwischen Brutto-Werbeaufwand und erzielter Werbeerinnerung zugrunde. So benötigte BMW im vergangenen Jahr 84,8 Mio. Euro, um die Aufmerksamkeit von 65 Prozent der deutschen Neuwagenkäufer zu erhalten. Audi brachte es mit 110,7 Mio. Euro auf 68 Prozent. Mercedes erreichte mit 118,7 Mio. Euro eine Kundenbeachtung von immerhin 71 Prozent. Drei von vier Kunden erinnerten sich an eine VW-Werbung – den Wolfsburgern war dies aber knapp 190 Mio. Euro wert. "Es ist erstaunlich, dass selbst kostenbewusste Manager wie DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche oder Martin Winterkorn von VW solche Effizienzwerte scheinbar nicht kritisch hinterfragen", erklärte Brand Control-Geschäftsführer Harald Jossé. VW, Audi und Mercedes könnten nach Meinung von Jossé durch effizientes Marketingcontrolling zehn bis 20 Prozent ihrer Werbeausgaben einsparen, ohne an Werbeerinnerung zu verlieren. Honda sei 2006 die höchste Steigerung der Werbeeffizienz aller Pkw-Marken in Deutschland gelungen, heißt es in der Untersuchung weiter. Während die Werbung des japanischen Herstellers im Jahresdurchschnitt 2005 nur von rund jedem vierten deutschen Kaufinteressenten bewusst registriert wurde, kletterte der Wert im vergangenen Jahr auf 40 Prozent. Dabei war das Honda-Budget rund eine Mio. Euro kleiner als im Vorjahr. (rp)
BMW wirbt 2006 am effizientesten
Studie: Münchner erreichten mit 85 Millionen Euro rund zwei Drittel der NW-Käufer / Premium-Konkurrenz gibt deutlich mehr aus