Mittwoch, 23.05.2012
20.11.2007
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Bonten fordert Finanzspritze für Fiat-Händler

Mangelnde Rentabilität und Liquidität sind die größten Probleme im Fiat-Händlernetz. "Wir haben ein Tief erreicht. Mehr Belastungen sind nicht mehr möglich." Deshalb forderte der Präsident des Fiat-Händlerverbandes, Friedrich-Karl Bonten, heute in Frankfurt anlässlich der Delegiertenversammlung die Stärkung des Handels. Der Vorschlag: Ein zinsloses Darlehen in Höhe von fünf Prozent für jeden im Verkaufsziel für 2008 festgelegten Fiat 500. Dieses Geld sollte den Händlern im Voraus zur Verfügung gestellt werden, um ihre Liquidität z.B. für Inzahlungnahmen zu verbessern. Beim tatsächlichen Verkauf eines jeden 500 könnte das Geld dann wieder abgezogen werden. Fiat Deutschland-Chef Manfred Kantner versprach, den Vorschlag zu prüfen und bis Ende des Jahres eine Lösung zu präsentieren. Bei seinen Berechnungen war Bonten von einem Anteil des Kleinwagens von 30 Prozent an den gesamten Fiat-Verkäufen in Deutschland ausgegangen. Kantner teilte mit, dass dem deutschen Handel im nächsten Jahr 15.000 Einheiten des 500 zur Verfügung stehen werden. "Das sind keine 30 Prozent des Volumens", so Kantner. Außerdem forderten die Händler mehr Maßnahmen im Servicemarketing. Kantner sagte entsprechende Maßnahmen zu, legte aber Wert darauf, dass für ihn die Verbesserung der Qualität im Service nach dem schlechten Werkstatt-Test in 2007 die höhere Priorität habe. Einigung bei Garantiestundenverrechnungssatz Beim Garantiestundenverrechnungssatz konnte noch während der Veranstaltung eine Einigung erzielt werden. Ab 2008 soll bei Garantiearbeiten der externe Stundenverrechnungssatz minus fünf Prozent geltend gemacht werden können. Das ist für viele Partner eine Verbesserung. Händler, die jetzt zwischen 95 und 100 Prozent des externen Stundenverrechnungssatz bekommen, erhalten Bestandsschutz. Zum Ende der Versammlung sorgte eine Ankündigung von Manfred Kantner für Verstimmung: Der Fiat 500 soll in der Berechnung des Jahresverkaufsziels 2008 sowie im vierten Quartal 2007 nicht mitberücksichtigt werden. Ob das Jahresverkaufsziel aufgrund des schwierigen Marktes angepasst wird, blieb offen. (dp) Einen ausführlichen Bericht zur Delegiertenversammlung lesen Sie in AH 23/24, das Mitte Dezember erscheint.

 
 

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