Schwaches Autogeschäft: Bosch nimmt Umsatzprognose zurück

22.09.2008 00:22 Uhr

Der weltgrößte Autozulieferer wird nach Angaben von Konzernchef Franz Fehrenbach das für dieses Jahr angepeilte Umsatzwachstum von fünf Prozent nicht erreichen. Grund ist der schwächelnde Autoabsatz in den USA und Europa.

Bosch kann seine Umsatzprognose für 2008 nicht aufrechterhalten. "Das Ziel, den Konzernumsatz im laufenden Jahr um nominal fünf Prozent zu steigern, werden wir leider nicht erreichen", sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach der "Wirtschaftswoche". Grund sei der schwächelnde Autoabsatz in den USA und Europa. Derzeit steuere die Kraftfahrzeugsparte mehr als 60 Prozent zum Bosch-Gesamtumsatz bei. Dies solle sich ändern. "Wir haben schon vor einiger Zeit entschieden, die Unternehmensbereiche besser auszubalancieren, sprich: die Dominanz der Kraftfahrzeugtechnik zu verringern und die anderen Bereiche Industrietechnik, Hausgeräte und Gebäudetechnik zu stärken", sagte Fehrenbach dem Blatt. Ihm zufolge soll die Kfz-Technik in Zukunft etwa die Hälfte des Konzernumsatzes ausmachen. Im Gegenzug werde der Aufbau der Umwelttechnik als weiteres Standbein des Mischkonzerns vorangetrieben. Bereits in diesem Jahr setze Bosch rund eine Milliarde Euro im Bereich erneuerbare Energien um, sagte Fehrenbach weiter. Bosch wolle dieses Geschäft durch eigenes Wachstum und Zukäufe ausbauen. 2007 hatte das Unternehmen seine Erlöse um sechs Prozent auf 46,3 Milliarden gesteigert. Das Vorsteuerergebnis legte von 3,1 auf 3,8 Milliarden Euro zu und der Gewinn nach Steuern wuchs von 2,2 auf 2,8 Milliarden Euro. (dpa)

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