Der weltgrößte Autozulieferer Bosch bekommt die Krise der Branche mit voller Wucht zu spüren. Umsatz und Ergebnis blieben im Jahr 2008 deutlich hinter den Erwartungen zurück, wie Bosch-Chef Franz Fehrenbach am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. In diesem Jahr rechnet Bosch nicht mit einer entscheidenden Verbesserung der Lage. Mit Personalabbau und drastischen Kostensenkungen will Fehrenbach gegensteuern. Außerdem sollen die Investitionen zurückgefahren und Ausgaben für Zukäufe gesenkt werden. "Die Geschäftsdaten der vergangenen Monate waren regelmäßig schlechter als erwartet", erklärte der Bosch-Chef die drastischen Maßnahmen. "Bislang deutet nichts darauf hin, dass das in den nächsten Monaten anders sein wird." Die Folge sei, dass der Umsatz im ersten Halbjahr 2009 deutlich unter dem des Vorjahres liegen werde. Auch wenn sich die Lage ab dem Sommer wieder stabilisiere, "besteht dennoch die Gefahr, dass wir im Gesamtjahr 2009 aufgrund des Einbruchs im ersten Halbjahr noch schlechter herauskommen werden als 2008", sagte Fehrenbach. Im Jahr 2008 ging der Umsatz der Bosch-Gruppe nach vorläufigen Zahlen um knapp drei Prozent auf rund 45 Milliarden Euro zurück. Ursprünglich hatte der Vorsitzende der Geschäftsführung einen Anstieg der Erlöse für 2008 von fünf Prozent als Ziel ausgegeben. Das Ergebnis vor Steuern wird nach seinen Angaben bei rund 2,5 Prozent des Umsatzes liegen. Im Vorjahr hatte die Rendite noch acht Prozent betragen, was einem Vorsteuergewinn von 3,8 Milliarden Euro entsprach. Angaben zum Nettoergebnis machte Fehrenbach nicht. 2007 hatte der Überschuss bei 2,8 Milliarden Euro gelegen.
Autokrise: Bosch verordnet sich Sparporgramm
Der Autozulieferer baut eine noch nicht bezifferte Anzahl von Jobs ab und kürzt die Ausgaben für Investitionen sowie Zukäufe. Umsatz und Ergebnis blieben 2008 deutlich hinter den Erwartungen zurück.