Freitag, 10.02.2012
23.11.2009
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Automanager

Branchenkrise dauert länger

Trotz leicht steigender Produktion und anziehendem Export ist die Stimmung unter den Führungskräften in der Automobilbranche seit Frühjahr 2009 abgeflaut. "Zweckoptimismus ist kritischer Analyse gewichen. Dies betrifft nicht nur Hersteller und Zulieferer, sondern auch den Automobilvertrieb", schreibt Klaus Fricke, Partner der Unternehmensberatung Graf Lambsdorff & Compagnie, in der Studie "Automotive Perspektive 2010". Das Marktforschungsinstitut Puls hatte Ende Oktober/Anfang November 385 Topmanager der deutschen Autobranche nach ihren Meinungen zu den Themen "Stimmung", "Zukunft" und "Führung" befragt. Laut Befragung sehen die Spitzenkräfte 14 Prozent der insgesamt rund 1,26 Millionen Arbeitsplätze in der automobilen Wertschöpfungskette – rund 375.000 im Fahrzeugbau, 355.000 in der Zulieferindustrie und ca. 530.000 im Handel und bei Werkstätten – gefährdet. Nur 29 Prozent der Manager glauben, dass die Unternehmen gut auf die Bewältigung des Konjunktureinbruchs vorbereitet waren. Das Ende der automobilen Nachfrage- und Strukturkrise erwartet rund ein Drittel der Befragten erst 2012 oder später. Das Risiko von Insolvenzen sei vor allem bei Zulieferern und Autohändlern hoch, hieß es. Die meisten Befragten wollen nach eigenen Angaben die Herausforderungen der Branche mit Restrukturierungen (Strukturen/Prozesse), Investitionen in Marketing und Vertrieb sowie in Verbesserungen der Mitarbeiterführung begegnen. Jeder zweite Marktteilnehmer sieht nach wie vor Potenzial für Produktivitätssteigerungen. "Umweltfreundlichkeit" und "Preismarketing" werden den Umfrageergebnissen zufolge konstante Größen im Marktverhalten bleiben. Die Rabattschraube wollen aber alle drei Teilbereiche der Branche zugunsten der Margen zurückdrehen. Auch meinen 61 Prozent der Branchenexperten, dass ihr Unternehmen innovativ im Wettbewerb um den Kunden ist. Arbeitsatmosphäre leidet Unter der Krise leidet zudem das Betriebsklima. Laut Fricke hat die Arbeitszufriedenheit gegenüber der vorangegangenen Befragung abgenommen. Auch sei die Wechselbereitschaft höher als bisher. Dies hänge mit einer nachlassenden Identifikation der Arbeitnehmer mit dem Unternehmen zusammen. Zahlreiche Mitarbeiter würden auch Informations- und Kommunikationsdefizite in den Betrieben feststellen. Daher steige der Weiterbildungsbedarf ebenso wie die Relevanz von personalpolitischen Maßnahmen, so der Berater. (AH) Die Studie kann für 39 Euro zzgl. MwSt. und Versand per E-Mail bei AUTOHAUS bestellt werden: andreas.detert@springer.com . Weitere Details sind unten in der Rubrik "Mehr im Netz" abrufbar.

 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

24. November 2009 10:42
Karl-Heinz scherer meint:
Niemand nutzt es, nun in der Erkenntnis zu erstarren. Alle - Hersteller und Handel/Service müssen j e t z t die Zeit aufwenden, um ihre Geschäfte nach den Markterfordernissen neu auszurichten und umzusetzen. Erste Priorität hat dabei, die Anforderungen, die eigenen Möglichkeiten, die wirtschaftliche Vernunft und die Perspektiven zu erkennen und konsequent einzubeziehen. 'Erst machen und dann nachdenken' wie vorher oft praktiziert ist aufzugeben. Konzeption, Vorbereitung, Anwendung, stetige Ergebniskontrolle passen nur in der richtigen Reihenfolge. Deshalb: 'Frisch ans Werk ...' und viel Erfolg!

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