Klaus Dieter Breitschwert, Präsident des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern, hat Konsequenzen aus den von mehreren Autoherstellern angekündigten Produktionspausen angemahnt. Die sinkende Fertigung signalisiere das "Ende einer jahrelangen Überproduktion an Fahrzeugen, die zu Lasten des Handels geht", erklärte Breitschwert am Mittwoch. Nach seinen Worten ist es nun die Zeit, das Verhältnis zwischen Handel und Herstellern sowie Importeuren auf "neue partnerschaftliche Beine" zu stellen. Um beiden Seiten ein vernünftiges Auskommen zu ermöglichen, müssten künftig realistische Produktions- und Verkaufsziele vereinbart werden. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat unterdessen vor einer Instrumentalisierung der Finanzkrise gewarnt. "Wir sollten vorsichtig sein, das, was aus einzelnen Branchen oder einzelnen Unternehmen berichtet wird, sofort mit der Finanzkrise in Verbindung zu bringen", sagte DIW-Konjunkturexperte Stefan Kooths in Berlin. "Das mag für den einen oder anderen Manager sehr einfach sein zu sagen: 'Mein Absatzziel habe ich nicht erfüllt, das liegt an der Finanzkrise'." In der Autoindustrie gebe es spezifische Probleme wie die Umstellung der US-Modellpolitik oder Überkapazitäten in Europa, die mit dieser Krise nichts zu tun hätten. (rp/dpa)
Produktionspausen: Breitschwert sieht "Chance für neues Miteinander"
Der Präsident des Kfz-Gewerbes Bayern fordert Konsequenzen aus den Fertigungsstopps der Autobauer. Das Verhältnis zwischen Handel und Herstellern müsse auf "neue partnerschaftliche Beine" gestellt werden.