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HSO Motors Europe
Brilliance-Importeur geht die Puste aus
Von Karolina Ordyniec
HSO Motors Europe, Generalimporteur der chinesischen Automarke Brilliance mit Sitz in Luxemburg, hat Insolvenz angemeldet. Das erklärte HSO-Geschäftsführer Hans-Ulrich Sachs am Mittwoch gegenüber AUTOHAUS Online. Die Gründe für die finanziellen Schwierigkeiten liegen laut Sachs in einer verfehlten Preispolitik des chinesischen Herstellers begründet. Im Zuge der Wirtschaftkrise habe es das Unternehmen versäumt, eine Preisanpassung bei seinen Modellen vorzunehmen und sei damit nicht mehr wettbewerbsfähig gewesen. Sachs zeigte sich bestürzt über den Gang zum Insolvenzgericht, sah aber auch keinen weiteren Ausweg. "Monatelange Diskussionen mit dem Hersteller über eine Preisanpassung sind leider erfolglos geblieben. So konnten wir gerade in der Zeit der Abwrackprämie und der großen Rabatte nicht mehr mithalten", sagte der Importeurschef. Ob auch die europäischen Vertriebstöchter von der Insolvenz betroffen sind, dazu konnte sich der Geschäftsführer nicht äußern. "Momentan laufen noch Gespräche über verschiedene Rettungsmöglichkeiten durch Auffanggesellschaften", so Sachs. Der ehemalige VW-Vorstand machte aber zugleich deutlich, dass die Chancen auf eine Rettung nicht sehr groß seien. Deswegen sei gegenwärtig auch nicht absehbar, wie es mit den Fahrzeugauslieferungen weitergehe. "Wir bedauern es sehr, dass es zu diesem Schritt kommen musste, besonders im Hinblick auf unsere Händler und Mitarbeiter, von denen wir immer höchste Loyalität erfahren haben." Laut AUTOHAUS-Netzumfrage 2009 ist Brilliance hierzulande durch 151 Handelspartner vertreten. HSO war Ende November 2006 mit großen Hoffnungen gestartet. Der Importeur steuerte allein verantwortlich den Aufbau des Vertriebsnetzes und die zentrale Markteinführung von Brilliance in Europa. Die Fahrzeuge wurden über die Vertriebsdrehscheibe Bremerhaven eingeführt, in einem eigenen Technikzentrum auf hiesige Standards umgerüstet und an die Ländervertriebsgesellschaften geliefert. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurden die Modelle BS4 und BS6 vor allem durch ihr schwaches Abschneiden in Crashtests (wir berichteten). Der ZDK hat die wichtigsten Leitlinien und Informationen zum Thema Herstellerinsolvenz in einer Infobroschüre zusammengefasst. Mehr dazu HIER.
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(Foto: Archiv/Brilliance/AHO-Montage)
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