Mittwoch, 23.05.2012
20.12.2007
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Abgasminderung bei Neuwagen

Brüsseler CO2-Pläne schlagen weiter hohe Wellen

Die von der EU geplante Verringerung der Autoabgase sorgt in der Kfz-Branche weiter für Aufregung, Fachleute warnen jedoch vor Panikmache. Eine Welle von Preiserhöhungen stehe für die Kunden nicht bevor. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneuerte am Donnerstag ihr Bestreben, die Vorschläge der EU-Kommission zur Abgasminderung bei Neuwagen nicht hinzunehmen. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) kritisierte das Brüsseler Vorhaben, Strafgelder für klimaschädliche Fahrzeuge einzuführen, scharf. "Die instabile Branche wird damit in weitere Schwierigkeiten gebracht", sagte ZDK-Verbandssprecher Helmut Blümer gegenüber der "Berliner Zeitung"
(Donnerstagsausgabe). "Die Klimadiskussion hat uns alleine in diesem Jahr bei den Privatkonsumenten 100.000 Autos in der Kompakt- und Mittelklasse gekostet", so der Funktionär. Die EU-Kommission hatte am Mittwoch vorgeschlagen, von 2012 den Kohlendioxid-Ausstoß (CO2) auf 120 Gramm je Kilometer zu begrenzen und eine Überschreitung der Grenzwerte mit drastischen Strafen zu belegen. Hersteller großer Autos würden bei dieser Abgas-Reduzierung deutlich stärker in die Pflicht genommen als die Konkurrenten, die vor allem Kleinwagen herstellen. Deutsche Autobauer haben gegen diese Regelung heftig protestiert (wir berichteten). Bundeskanzlerin Merkel sagte am Donnerstag dem Südwestrundfunk: "Wenn man die Hersteller von großen Autos industriepolitisch treffen will und ihnen Barrieren auferlegt, die nichts mit Klimaschutz zu tun haben, dann trifft das auf meinen Widerspruch... Das ist eine glatte Benachteiligung der größeren Autos und das wird Deutschland nicht hinnehmen." Mit den CO2-Einsparzielen sei die Bundesregierung einverstanden, aber nicht mit der einseitigen Benachteiligung bestimmter Firmen. (dpa)

 

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