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In den USA bereits seit langem erfolgreich soll der Jetta nun auch in Europa mehr Kunden finden.
Kompaktlimousine
Bühne frei für neuen VW Jetta
Der Times Square ist einer der meistfotografierten Plätze in New York. Auf der Kreuzung gibt es Staus, Megakonzerte und Demonstrationen. Diesmal trommelt der neue VW Jetta. Hierzulande hat der Kompakte den Sprung zur erfolgreichen Sportlimousine nie geschafft. In Deutschland ist die Stufenhecklimousine im Gegensatz zum legendären Golf eine Langweilerkiste, wie sie müder kaum sein könnte. Die technischen und praktischen Qualitäten eines Jetta sind seit Jahr und Tag unbestritten, doch kaum jemand unter 65 Jahren würde in unseren Breiten freiwillig erzählen, dass er ein solches Auto besitzt.
In den USA sieht das völlig anders aus. Hier zählt die Stufenheckversion des Golf trotz Vorderradantriebs als echte Sportlimousine; fast wie bei uns ein dynamischer 3er BMW. Die ungewöhnlichen Lorbeeren hat sich der Jetta in den 80er Jahren verdient, als er mit leistungsstarken GTI-Motoren eine günstige Möglichkeit war, ein vergleichsweise sportliches Auto aus Europa zu bewegen. Kein Wunder daher, dass die Weltpremiere des neuen VW Jetta in Manhattan stattfindet. Noch vor Jahren hätte man den Jetta still und leise in die breite Modellpalette einlaufen lassen. Doch beim neuen Modell ist dies anders. ktuell verkauft sich der Jetta in den USA jährlich mehr als 100.00 Mal.
Das neue Modell soll einen gewichtigen Anteil daran haben, dass sich das gesamte Volkswagen-Volumen in den Vereinigten Staaten bis 2018 auf mehr als 800.000 Fahrzeuge pro Jahr verdreifacht. Der neue Jetta hat mit seinem müden Vorgänger nicht viel mehr als das Signet am Heck gemein. 9,6 Millionen Jettas wurden im Laufe der Jahrzehnte verkauft. Gerade die USA werden dafür sorgen, dass es bald deutlich mehr werden. Die auf der Detroit Motorshow gezeigte Vision des Mittelklasse-Coupés (NCS) hatte bereits erahnen lassen, dass der neue Volkswagen sich alles andere als müde präsentieren würde. Ein Blick auf die eigens aufgebaute Bühne am Times Square zeigt, dass die Erwartungen nicht zu groß waren. So zeigt sich der neue Jetta zwar nicht mit derart deutlichen Anlehnungen an das Audi A5 Coupé wie die Messe-Studie, aber kaum jemand kommt auf die Idee, dass der Jetta ein Golf-Ableger sein könnte.
Breiter und eigenständiger als bisher
Front und Heck der 4,64 Meter langen Limousine (plus neun Zentimeter) sind klar gezeichnet und lassen den Fronttriebler deutlich breiter und eigenständiger als bisher erscheinen. So verbündet sich der Jetta der Generation 2011 eher mit der nächsten Passat-Familie, die Ende des Jahres ihre Premiere feiert. Kaum etwas erinnert an den Golf. Im Innenraum setzt der Jetta ebenso wie seine Brüder Klassenmaßstäbe. Haptik, Verarbeitung und Ergonomie setzen nicht nur in den USA Bestwerte. Das Platzangebot ist dank des verlängerten Radstandes von sieben Zentimetern auch im Fond üppig. Die Zeiten, als der Jetta ein Golf mit Anhang war, gehören der Vergangenheit an.
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(Foto: VW)
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