Dienstag, 07.02.2012
11.11.2009
Share |
Opel-Gespräche

Bundesregierung spricht wieder mit GM

Erstmals nach dem geplatzten Opel-Verkauf an Magna haben sich Bundesregierung und General Motors (GM) wieder an einen Tisch gesetzt. GM-Vize John Smith hielt sich am Mittwoch zu Gesprächen auf Arbeitsebene in Berlin auf. Smith habe um das Gespräch gebeten, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Ein Treffen mit Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) war nicht vorgesehen. GM versucht nach der überraschenden Kehrtwende im Opel- Poker derzeit, die Wogen zu glätten und die Verstimmung in der Regierung und bei den Opel-Mitarbeitern zu beheben. Der US-Autobauer will seine deutsche Tochter Opel selbst sanieren und dafür bei den Regierungen der Länder mit Opel-Standorten um Unterstützung werben. GM hatte den Finanzbedarf für die Rettung auf drei Milliarden Euro beziffert. Der Konzern will womöglich noch vor Jahresende auch mit der Abzahlung seiner Schulden an die US-Regierung beginnen. Die Bundesregierung wartet darauf, dass GM ein verlässliches Sanierungskonzept für Opel vorlegt. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte am Mittwoch in Brüssel, GM wolle den neuen Businessplan schon in Kürze den Regierungen vorzustellen. Brüderle warf dem Management des US-Konzerns unterdessen vor, Entscheidungen viel zu lange verzögert zu haben. Dabei sei viel Geld verbrannt worden: "Der Ball liegt jetzt bei General Motors und nicht in Berlin." Details über die von GM geplanten Stellenstreichungen in Deutschland sollen erst in einigen Wochen vorliegen, wie GM-Chef Fritz Henderson am Dienstag erklärt hatte: "Zuerst müssen wir uns mit den Betriebsräten auf einen Restrukturierungsplan einigen." Der Autobauer will rund 10.000 der 50.000 Stellen in Europa streichen und die Fixkosten um 30 Prozent senken. Rüttgers fordert Lösung bis Weihnachten Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) forderte rasch eine Zukunftsperspektive für Opel. "Es wäre ein gutes Zeichen, wenn es bis Weihnachten eine Lösung gäbe", sagte er am Mittwoch und machte sein Misstrauen gegenüber GM deutlich: "Ich will das aber schriftlich haben." Rüttgers warf den GM-Managern vor, "über Monate hinweg Menschen zu Geiseln" ihrer Unternehmenspolitik gemacht zu haben und am Ende auch noch wortbrüchig geworden zu sein.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Betriebsrat hofft auf Expansion

 
 

Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

Bisher noch keine Kommentare! Geben Sie doch den Ersten ab.

0 Leserbriefe

"HB ohne Filter" vom 3. Februar

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute: GVO, Winterschlussverkauf, CRM, Die Welt von Ford, Abschied von der Normalität. MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Januar: Frauen im Kfz-Gewerbe mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

AUTOHAUS Perspektiven 2012

Auf den Perspektiven 2012 erfahren Sie von Prof. Hannes Brachat, wie Sie Ihr Autohaus auf Erfolgskurs bringen. Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr