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Schadenmanagement
BVdP und Innovation Group reichen sich in München die Hand
Der Vorstand des BVdP e.V., vertreten durch den geschäftsführenden Vorsitzenden Robert Paintinger und Vorstand Markus Stegmann, traf sich am gestrigen Donnerstag in der AUTOHAUS SchadenBusiness-Redaktion mit der Innovation Group, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Matthew Whittall und Vorstand Steffen Struwe. Das Gespräch sollte letzte Ungereimtheiten in der Zusammenarbeit bereinigen. Der Vorstandsvorsitzende des BVdP, Christian Hoog, der sich seit Anfang dieser Woche in seinem wohlverdienten Urlaub befindet, wurde aus München zeitweise per Auslands-Telefonkonferenz zugeschaltet.
Die Lösung war von allen Beteiligten das Ziel
In den vergangenen Monaten war es unter den Partnerwerkstätten zu großer Verunsicherung und Verärgerung über die neuen IG Verträge gekommen, was fast dazu geführt hätte, dass Teile der 650 K&L-Betriebe beschädigte Fahrzeuge von IG Kunden nicht instand gesetzt hätten.
Aus der ARGE IG wird der BDVP
Als die Emotionen zwischen den K&L-Betrieben und der IG hochkochten, organisierten sich die Werkstätten in der "Arbeitsgemeinschaft Innovation-Group-Partnerwerkstätten (ARGE IG), um mit einer Stimme zu verhandeln. Nach relativ kurzer Zeit entschied man sich, aus dieser Organisation heraus, einen Verband zu konstituieren. Als geschäftsführenden Vorstand wählte man Robert Paintinger, der auch am gestrigen Donnerstag das schnelle und direkte Gespräch mit der Gegenseite suchte.
Der Nährboden für die Lösung aller Querelen bestand darin, so beide Vorstandschaften unisono, dass beide Parteien sich ein erstes Mal im März 2010 in Stuttgart trafen und in den Gesprächen das Gemeinsame und nicht das Trennende fokussiert hatten. Quintessenz des Treffens war, dass die neue Strategie des Stuttgarter Schadensteuerers nicht ausreichend und auch nicht eindeutig kommuniziert wurde, so Whittall. "Des Weiteren hat es auch handwerkliche Fehler unsererseits gegeben", ergänzte Struwe selbstkritisch. Andererseits hätten teilweise sogar die Werkstätten "aus Zorn über die unklaren Verträge" überreagiert, konstatierte der Unternehmer Paintinger, der nach eigenem Bekunden in den ersten Wochen nach Ausrollen der neuen Verträge selbst "sehr betroffen" war.
In allen Kernpunkten – wie zum Beispiel Verrechnungssätze, Factoring, Ersatzteileinkauf und Datenschutzbestimmungen – herrscht seit gestern nun endgültig Einigkeit zwischen dem Verband und dem Schadensteuerer. Die harten Wochen, die massive Konfrontation und insbesondere auch kritische öffentliche Diskussion, welche durch die Online- und Printmedien der AH-SchadenBusiness-Redaktion in Gang gesetzt worden war, habe aber eines erreicht: "Ein neues Verständnis füreinander und einen vertrauensvollen Umgang auf allen Ebenen, wie wir ihn anders so nicht geschafft hätten." Dieser Kernsatz zum Status quo und der Zukunft der IG-Schadensteuerung fiel übereinstimmend sowohl von Matthew Whittall und Steffen Struwe, als auch von Verbandsseite durch die Unternehmer Paintinger, Stegmann und Hoog.
Sowohl der BVdP, als auch die IG sehen nun wieder die Basis für eine vertrauensvolle Kooperation in Zukunft, die sie als "deutlich besser als vor der Krise" bezeichneten. Kurzum: Es könnte sogar die "Blaupause" für vergleichbare Partnerschaften in Sachen Schadenmanagement und Schadensteuerung werden. Das AUTOHAUS Magazin SchadenBusiness wird in seiner dritten Ausgabe, die am 20. September 2010 erscheint, ausführlich über Inhalte und Details des Gespräches berichten. Dabei wird es u.a. auch um das Thema "Datenschutz" und die beidseits getroffenen Sicherungsmaßnahmen z.B. für "Privatkunden" gehen. Die aus Werkstattsicht sehr positive Rolle von Innovation Group als Regulierer bei Schäden aus Verträgen mit dem holländischen Pleiteversicherer Ineas (Zahlung gegenüber K&L Werkstattkunden im Rahmen des heute freiwilligen "Factoring") wird in diesem Beitrag ebenfalls wiederzufinden sein, nachdem man gestern in München auch hierüber interessante Erkenntnisse gewonnen hatte.
Alle am gestrigen AH-Exklusivgespräch Beteiligten werden übrigens auch als Referenten und Ansprechpartner im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema Schadensteuerung den Teilnehmern des 6. AUTOHAUS-Schadenforums in Potsdam (25. und 26. Oktober 2010) zur Verfügung stehen. (uc)
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