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Setzt sich für den Mittelstand ein: Cecra-Präsident Jürgen Creutzig.
Brüssel
Cecra fordert eigenen EU-Kommissar für KMU
Cecra will die Position der rund 33 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa stärken. Der Europäische Verband des Kraftfahrzeuggewerbes hat deshalb EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in einem Schreiben aufgefordert, einen eigenen Kommissar für den Wirtschaftszweig zu ernennen. Ein eigener Kommissar würde für alle KMU in der Europäischen Union eine noch größere Hilfe und Anerkennung ihrer Existenznotwendigkeit sein, ganz abgesehen von dem konkreten politischen Signal, das die Kommission damit aussenden würde, erklärte Cecra-Präsident Jürgen Creutzig am Mittwoch. Die mittelständischen Firmen sind aktuell eingegliedert in das Ressort Industrie und Unternehmen. Der dafür zuständige Kommissar Günther Verheugen habe die Bedeutung der KMU erkannt und zum Beispiel den "Small Business Act" (SBA) von der Kommission verabschieden lassen, so Creutig. Nach seinen Angaben prüft Barroso, der aktuell die Ressorts für die neue EU-Kommission definiert, "mit Interesse" den Cecra-Vorschlag. Das europäische Kraftfahrzeuggewerbe mit rund drei Millionen Mitarbeitern ist eine typisch mittelständische Branche. Laut Verband besteht sie aus rund 380.000 Unternehmen des Kfz-Handels und -handwerks. Darunter sind rund 108.000 fabrikatsgebunde und rund 272.000 freie Betriebe. Cecra vertritt überdies 110.000 Tankstellenpächter und 11.000 Motorradhändler in der EU. "Die Branche ist rechtlich und wirtschaftlich vollständig von der Automobilindustrie getrennt und absolut eigenständig, obwohl wir in der Öffentlichkeit häufig immer wieder in einem Atemzug mit der Industrie genannt werden", so Creutzig. In der Praxis gebe es aber häufig Interessenkonflikte. Es mache einen großen Unterschied, ob die Einhaltung des SBA durch einen dafür ausschließlich zuständigen und verantwortlichen Kommissar überwacht werde oder nicht. Die Amtszeit der Kommission endete offiziell Ende Oktober. Doch deren 27 Mitglieder mussten geschäftsführend im Amt bleiben, weil der EU-Vertrag von Lissabon wegen des Referendums in Irland und den Sonderwünschen Tschechiens fast ein Jahr verspätet am 1. Dezember in Kraft treten wird (wir berichteten). (rp)
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