Mittwoch, 23.05.2012
07.05.2008
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Investition

Cerberus mit Chrysler "sehr zufrieden"

Der amerikanische Investor Cerberus ist "sehr zufrieden" mit der Entwicklung von Chrysler. Mehrere Monate nach der Übernahme des angeschlagenen US-Autobauers zog der Vorsitzende der Investmentfirma, John Snow, am Mittwoch eine positive Bilanz der Umstrukturierung. "In ein paar Jahren" werde der traditionsreiche Konzern auch wieder Gewinne einfahren, sagte der frühere US-Finanzminister. Die Trennung von Daimler habe Chrysler gut getan. Snow räumte aber ein: "Es ist im Moment ein schwieriges Umfeld in den USA." Sein Unternehmen sei aber überzeugt, dass Chrysler mit der Zeit die Investition belohnen und in die vordere Reihe der profitablen Autounternehmen zurückkehren könne. "Eine Menge Arbeit ist nötig", sagte der Manager mit Blick auf die Produktion neuer Autos, den Umbau der Beziehungen zu den Händlern, die Verringerung der Modellzahlen und den Aufbau von Gemeinschaftsunternehmen weltweit. Der Autobauer will jetzt auch in China und anderen Entwicklungsländern, wo der Markt schneller als in den USA wachse, "endlich richtig Gas geben", wie Snow bei einem Besuch in Peking ankündigte. Die geplante Gründung eines Joint Ventures mit dem aufstrebenden chinesischen Hersteller Chery werde "hoffentlich noch dieses Jahr" beschlossen. Es gebe aber noch "verschiedene Perspektiven und unterschiedliche Ansichten", sagte Snow. "Idealerweise würden wir gerne mehr Chrysler-Produkte nach China bringen und hier für den chinesischen Markt, für den Markt weltweit und in den USA produzieren." Schmerzhafte Pionierarbeit Dass Chrysler sich auch nach anderen Kooperationspartnern in China umsehen würde, wenn es mit Chery nicht klappen sollte, verhehlte der Cerberus-Chef nicht. Nur mit dem ehemaligen Chrysler-Joint Venture in Peking scheint er nichts mehr zu tun haben zu wollen. Trotz der Trennung von Daimler und Chrysler steckt diese Kooperation in Peking auch heute noch in der Abwicklung, es geht um Anteile und Lizenzen für die Produktion. 1983 hatte Chrysler mit der Bejing Automotive Holding hier das erste Automobil-Joint Venture in China überhaupt gegründet, das dann in DaimlerChrysler aufging. Die schmerzhafte Pionierarbeit hatte sich aber bis zuletzt nicht richtig ausgezahlt, so dass Snow jetzt den Stuttgartern das Problemkind nur zu gern überlassen will. "Daimler steigt voll in diese Beziehung ein", sagte Snow. "Das fällt dann in deren Verantwortung." (dpa)

 
 
 
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