In China wächst die Sorge vor einer Überhitzung des boomenden Automarktes. Im Juni stiegen die Fahrzeugverkäufe nach Branchenangaben vom Freitag im Vergleich zum Vorjahresmonat zwar noch immer um 19,4 Prozent. Dies war allerdings das schwächste Wachstum seit mehr als einem Jahr.
Im Juni wurden in der Volksrepublik 1,04 Millionen Autos verkauft. Im März aber gab es noch einen Rekordabsatz von 1,7 Millionen Fahrzeugen. Gründe für den Autoboom sind nicht nur Konjunkturprogramme und Steueranreize, sondern auch gewachsener Wohlstand und Nachholbedarf.
Branchenexperten aber warnen bereits seit längerem vor Überkapazitäten auf dem rasant wachsenden chinesischen Automarkt. Viele ausländische Autobauer haben ihre Produktionen in China massiv ausgebaut, dazu kommt die zunehmende Konkurrenz von heimischen Autoherstellern.
Regierung will gegensteuern
China zählt neben den USA und Indien derzeit zu den wichtigsten Wachstumsmärkten für die Autoindustrie. Die chinesische Regierung versucht den Angaben zufolge die Autobauer dazu zu bewegen, weniger in den Ausbau der Produktion von Modellen für den Massenmarkt zu investieren, sondern mehr Geld in die Entwicklung von alternativen und verbrauchsarmen Antrieben zu stecken. (dpa)