Mittwoch, 23.05.2012
29.04.2009
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Regierungsultimatum

Chrysler-Chef verbreitet Optimismus

Chrysler zeigt sich unmittelbar vor Ablauf eines Ultimatums der US-Regierung zuversichtlich. Die unter Hochdruck laufenden Verhandlungen über den zur Rettung geplanten Einstieg von Fiat machten weiter Fortschritte, schrieb Chrysler-Chef Robert Nardelli am Mittwoch den Mitarbeitern. Das US-Finanzministerium habe zudem die vorläufige Einigung mit einer Gläubigergruppe zum Schuldenabbau bestätigt. Die Kreditgeber streichen wie berichtet gegen eine Abschlagszahlung von zwei Milliarden Dollar in bar ihre Gesamtforderungen von fast sieben Milliarden Dollar. Chrysler mache bei seiner Sanierung bereits Fortschritte, schrieb Nardelli. Im ersten Quartal seien die Kosten im Vergleich zum Vorjahr und auch zum Schlussquartal 2008 deutlich gesunken. Die Zukunft des drittgrößten US-Autobauers hängt dennoch am seidenen Faden. Eine Insolvenz bereits in dieser Woche gilt weiter als möglich. Nichts sei ausgeschlossen, sagte ein Regierungssprecher laut US-Medien in Washington. So müssen auch der vorläufigen Einigung mit Gläubigern erst noch alle Kreditgeber zustimmen. Für Chrysler läuft in der Nacht zum Freitag eine letzte von US-Präsident Barack Obama gesetzte Frist ab. Bis dahin muss der Hersteller einen tragfähigen Sanierungsplan vorlegen und die Fiat-Allianz unter Dach und Fach bringen. Die Italiener wollen für einen Anteil von 20 bis 35 Prozent kein Geld zuschießen, sondern spritsparende Technologie und Kleinwagen einbringen. Der Autogewerkschaft UAW will Chrysler eine Mehrheit am Unternehmen von 55 Prozent anbieten. Dafür verzichtet sie auf Milliardensummen für den Gesundheitsfonds der Betriebsrentner. Bei einem tragfähigen Rettungskonzept hat Obama Chrysler weitere sechs Milliarden an Hilfen in Aussicht gestellt über die geleisteten vier Milliarden Dollar hinaus. (dpa)

 
 
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