Mittwoch, 23.05.2012
28.06.2010
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Vertriebsneuordnung

Chrysler-Händler loben Fiat-Engagement

Der deutsche Chrysler-Händlerverband (CHV) hat Zweifel an der planmäßigen Vertriebsneuordnung der Marken Lancia/Chrysler in Deutschland zerstreut. Der komplette CHV-Vorstand habe sehr positiv auf die professionelle Arbeit rund um das Team von Fiat Deutschland-Chef Manfred Kantner reagiert, erklärte Verbandspräsident Peter Jakob am Montag in Petersberg. "In wenigen Wochen ist sehr viel geschehen." Herstellervertreter, Verband und Händler hätten derzeit eine Herkulesaufgabe zu bewältigen.

Laut Jakob wurden sowohl für Händler, die sich für die Integration der beiden Marken entschieden haben, als auch für ausscheidende Kollegen Lösungen erarbeitet. "Herr Kantner hat zu keiner Zeit große Versprechungen gemacht – weder am 11. Mai 2010 anlässlich der Händlertagung, noch bei Vorstandsgesprächen", betonte der Händlersprecher. Kantner habe ebenso wie Klaus Bentz, Chef des Finanzpartners FGA Bank, alles Zugesagte umgesetzt. "Wenn der Zusammenschluss von Chrysler und Fiat so weiter läuft, kann er den Chrysler-Partnern neue Chancen bieten", so Jakob.

Nach bisherigen Informationen soll rund ein Fünftel der Betriebe aus dem Netz ausscheiden. Laut aktueller AUTOHAUS-Umfrage "Das Netz 2010" vertreiben 117 Autohäuser die US-Marken in Deutschland. Dazu kommen 20 Niederlassungen.

Hauptansprechpartner für die Chrysler-, Jeep- und Dodge-Partner sind laut Rundschreiben die Mitarbeiter der Fiat Group Automobiles Germany AG (FGA) in Berlin. Dies sind vor allem Sascha Gaede, Leiter Händlernetzentwicklung, sowie Christophe Schade, der zusätzlich zu seiner Funktion als FGA-Leiter Marketing Parts & Services den entsprechenden CJD-Bereich koordiniert. Oliver Dietz ist seit dem 1. Juni ausschließlich für die Chrysler- und Jeep-Vertriebsgesellschaft mbH zuständig.

Fiat setzte Anfang dieses Monats den Integrationsprozess in Gang. Seitdem sind alle operativen Abteilungen von Chrysler Deutschland den entsprechenden Abteilungen bei Fiat Deutschland unterstellt (wir berichteten). Wie es aus Händlerkreisen heißt, haben aber zahlreiche Chrysler-Mitarbeiter ihre Daimler-Option gezogen und das Unternehmen bereits verlassen. Dies habe etwa bei der Abwicklung von Bestellungen, Reklamationen, Garantieansprüchen sowie beim Teilebezug zu Verzögerungen geführt. (rp)

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Meilensteine der Lancia/Chrysler-Integration (Stand 28. Juni)

 
 
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