Chrysler verstärkt laut Medienberichten seine Verhandlungen mit den verschwisterten Konzernen Renault und Nissan über eine weltweite Allianz. Chrysler strebe zwar vorrangig noch immer eine Übernahme durch den größten US-Autobauer General Motors (GM) an, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag. Dieser Plan stehe aber wegen der leeren GM-Kassen vor massiven Finanzierungsproblemen. Nissan und Renault könnten mit einer Minderheitsbeteiligung bei Chrysler einsteigen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Insider. In dem globalen Verbund würde Chrysler weit mehr intakt bleiben, als bei einer Übernahme durch die Opel-Mutter GM. Unter dem Dach von GM stünden ein drastischer Abbau von bis zu 40.000 Stellen sowie Milliardeneinsparungen an. Der Chef von Renault und Nissan, Carlos Ghosn, bevorzugt Kooperationen statt Fusionen. Einen US-Anbieter als dritten Partner im Verbund nannte er erst zuletzt wieder einen logischen Schritt. Ghosn hatte 2006 auch bereits mit GM über eine Allianz gesprochen, die Amerikaner wollten dann aber lieber doch weiter eigenständig bleiben. GM leidet angesichts der steilen Talfahrt des US-Automarktes wie auch der Wettbewerber Ford unter Milliardenverlusten und verbrennt derzeit monatlich rund eine Milliarde Dollar an liquiden Mitteln. Im Kampf gegen eine drohende Pleite wären Chryslers flüssige Reserven von rund zwölf Milliarden Dollar bei GM sehr willkommen. (dpa)
Fusionspläne: Chrysler macht Renault-Nissan schöne Augen
Medienberichten zufolge verstärkt der US-Autobauer seine Verhandlungen mit den verschwisterten Konzernen Renault und Nissan über eine weltweite Allianz. Eine Autoehe mit GM habe aber immer noch Vorrang.