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US-Krise
Chrysler steigt aus Leasing-Geschäft aus
Neues Zeichen für die akute Krise der US-Autobranche: Der drittgrößte amerikanische Autohersteller Chrysler steigt aus dem Leasing-Geschäft aus. Der Finanzarm Chrysler Financial werde vom 1. August an keine Leasing-Verträge mehr anbieten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Bislang wurde etwa jeder fünfte Chrysler über Leasing-Finanzierungen verkauft. Das Geschäft wurde für US-Autobauer jedoch immer mehr zu einem Verlustbringer. Chrysler tut sich laut Medienberichten derzeit zudem schwer, bei Banken die Erneuerung einer 30 Milliarden Dollar schweren Kreditlinie zu erreichen. Hintergrund für den Niedergang des Leasinggeschäfts ist vor allem der drastische Anstieg der Spritpreise und der Rohstoffkosten, der zu Einbrüchen im US-Automarkt geführt hat. Zu schaffen machen den Herstellern dabei die sinkenden Preise der Leasing-Rückläufer auf dem Gebrauchtwagenmarkt. In der US-Kreditkrise häufen sich zudem Zahlungsausfälle. Dabei müssen die Leasing-Finanzierer erst den Preis der Neuwagen auslegen. Die Finanzierungs-Sparten der US-Autobranche haben sich in der Krise aus Geldmaschinen in Verlustbringer verwandelt. Vor wenigen Tagen musste die Nummer zwei Ford eine Abschreibung von 2,1 Milliarden Dollar wegen ungünstiger Leasinggeschäfte bekanntgeben. Angesichts der schlechten Geschäfte könnte Leasing in den USA derzeit auch branchenweit vor dem Aus stehen. Zudem hält der Chrysler-Eigentümer, der Finanzinvestor Cerberus, auch 51 Prozent an der General-Motors-Finanzierungssparte GMAC. US-Markt vor neuer Rabattschlacht Es ist unklar, wie sehr der Wegfall der Leasing-Finanzierungen Chrysler-Händler belasten wird. Das Unternehmen will stattdessen für einige Modelle 72-monatige zinsfreie Kredite anbieten. Damit rollt die kriselnde US-Autobranche in eine neue Rabattschlacht. General Motors kündigte zuvor an, den Verkauf von Autos zum Mitarbeiterpreis auszubauen. (dpa)
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(Foto: Chrysler)
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