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Insolvenzverfahren
Chrysler stoppt Produktion komplett
Nur wenige Tage nach der Pleite hat der US-Autobauers Chrysler seine Produktion in Nordamerika am Montag bis auf weiteres komplett gestoppt. Einige Zulieferer hatten bereits zuvor die Belieferung eingestellt. Unterdessen laufen die Verhandlungen vor dem New Yorker Insolvenzgericht auf Hochtouren. Vor dem Insolvenzgericht beantragte Chrysler eine Entscheidung zur geplanten Übernahme durch den italienischen Fiat-Konzern, die US-Regierung und die Autogewerkschaft UAW bereits bis spätestens 21. Mai. Der Autobauer will das vergangene Woche gestartete Verfahren nach 30 bis maximal 60 Tagen verlassen und dann die Bänder wieder anlaufen lassen. Einige der zehn Werke in Nordamerika werden aber ganz dicht gemacht. Chrysler-Chef Bob Nardelli will nach Abschluss des Insolvenzverfahrens zurücktreten, sein Vize Tom LaSorda hat bereits seinen sofortigen Rückzug angekündigt. Der italienische Fiat-Konzern soll zur Rettung des drittgrößten US-Autobauers mit zunächst 20 Prozent einsteigen. Später sollen es 35 Prozent oder womöglich sogar eine Mehrheit werden. In der Insolvenz will Chrysler seinen enormen Schuldenberg abbauen und Altlasten abwerfen. Eine Minderheit der knapp 50 Kreditgeber, so etwa Hedge-Fonds, hatte einen Kompromiss zu den 6,9 Milliarden Dollar Schulden abgelehnt. Bisher zeigen sie sich auch vor Gericht stur und lehnen den Rettungsplan mit Fiat in der bisherigen Form ab. Anonyme Todesdrohungen US-Präsident Barack Obama hatte sich über die Weigerung einzelner Gläubiger schwer verärgert gezeigt. Er will sie über die Insolvenz zum Schuldenverzicht zwingen. Gegen einzelne der Gläubigervertreter habe es bereits anonyme Todesdrohungen gegeben, sagte ein Anwalt der Kreditgeber laut Medienberichten. (dpa)
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(Foto: Joerg Koch/ddp)
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