Chrysler will das geplante Kleinwagenprojekt mit dem chinesischen Autobauer Chery schnell vorantreiben. Bereits 2009 könnte das neue Auto auf den Markt kommen. Chrysler-Chef Tom LaSorda wollte dies am Sonntag auf der Autoshow in Detroit jedenfalls nicht ausschließen. Er hoffe, bis zum Sommer eine Entscheidung treffen zu können, wie der geplante Kleinwagen genau aussehen werde. Dem Projekt müssen noch der DaimlerChrysler-Aufsichtsrat und die chinesische Regierung zustimmen. Chrysler wolle das Auto nicht nur auf aufstrebenden Märkten wie in China anbieten, sondern schaue auch auf Nordamerika und Europa, sagte LaSorda. Entscheidend sei es, die Qualität und das Design anzubieten, um auf diesen Märkten erfolgreich zu sein. LaSorda betonte, dass Chrysler nach dem Absatzrückgang von 2006 auf 2,7 Mio. Fahrzeuge (minus 4,5 Prozent) in diesem Jahr wieder zulegen wolle. Dabei helfe der Rückenwind der zehn im Vorjahr vorgestellten neuen Modelle. 2007 werden acht neue Modelle auf den Markt gebracht. Vor allem außerhalb der USA will Chrysler den Absatz deutlich steigern. "Wir müssen international stärker wachsen." LaSorda sagte erneut, dass der sich abzeichnende neue Personalabbau nicht die Dimensionen der Restrukturierung vom Anfang des Jahrtausends haben werde. Damals wurden über 26.000 Jobs gestrichen. Insgesamt hat Chrysler die Mitarbeiterzahl seitdem von 126.000 auf 82.000 reduziert. Der US-Autobauer musste 2006 einen Verlust von rund einer Mrd. Euro hinnehmen. LaSorda sagte, der neue Restrukturierungsplan werde bis Ende 2007 veröffentlicht. In US-Medien wird spekuliert, dass der Autokonzern zwei Fabriken schließen wird. (dpa)
Chrysler treibt Kleinwagenprojekt mit China voran
Fahrzeug soll 2009 auf den Markt kommen / LaSorda erwartet deutliche Absatzsteigerung