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Chrysler visiert Gewinn ab 2012 an
Chrysler peilt einem Medienbericht zufolge ab dem Jahr 2012 wieder Gewinne an. Im laufenden Jahr rechne der existenzbedrohte Hersteller dagegen mit einem Verlust von 4,7 Milliarden Dollar, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag unter Verweis auf beim Insolvenzgericht eingereichte Dokumente. Im vergangenen Jahr habe Chrysler den Unterlagen zufolge unter dem Strich sogar ein Minus von 16,8 Milliarden Dollar eingefahren. Seit der mehrheitlichen Trennung von Daimler im August 2007 hatte das nicht börsennotierte Unternehmen keine Geschäftszahlen mehr veröffentlicht. Das Erreichen der Gewinnzone in drei Jahren sei an einen raschen Abschluss des Insolvenzverfahrens und die Partnerschaft mit Fiat geknüpft, hieß es. Der Überschuss solle dann 2012 bei rund 100 Millionen Dollar liegen. Für 2013 sage Chrysler in seiner Prognose einen Gewinn von 1,6 Milliarden Dollar voraus. Bis 2016 solle er auf drei Milliarden Dollar steigen. Das Insolvenzgericht erteilte dem Hersteller mittlerweile grünes Licht für eine vorläufige Finanzierung. Chrysler darf damit milliardenschwere Regierungskredite für offene Rechnungen von Zulieferern und Händlern nutzen. Andernfalls hätte bei den Lieferanten eine Pleitewelle mit Folgen für die gesamte Autobranche gedroht. Einige Chrysler-Gläubiger wie etwa Hedge-Fonds sperrten sich auch am Dienstag weiter gegen einen Kompromiss beim Schuldenverzicht. Sie blockieren damit die zur Rettung geplante Übernahme Chryslers durch den italienischen Fiat-Konzern, die Autogewerkschaft UAW und die US-Regierung.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Gewerkschaft will Mehrheit nicht auf Dauer
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(Foto: Chrysler/Fiat/Pixelio/AHO-Montage)
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