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- Opel-Chef Hans Demant: "Theoretischer Fall" das Finanzströme nicht mehr laufen.
Demant: "theoretischer Fall" - Hessen sagt Hilfen zu
Opel bereite sich mit dem Ruf nach staatlicher Hilfe auf den "theoretischen Fall" vor, dass wegen der Krise beim Mutterkonzern General Motors (GM) "die Finanzströme aus den USA nicht mehr weiterlaufen", erklärte Demant.
"Falls es zu Problemen bei GM in den USA käme, hängen wir an den Finanzströmen und dann könnte es passieren, dass wir irgendwann im nächsten Jahr Probleme bekämen. Nur in diesem unwahrscheinlichen Fall müssten wir Kredite aufnehmen", sagte der Opel-Chef. Dann bräuchte Opel "Cash, um das Geschäft weiterzubetreiben".
Die Krise bei GM könnte vorübergehend auch Auswirkungen auf wesentliche Geschäftsbereiche wie Produktprogramme und Produktentwicklung der Adam Opel GmbH haben, so Demant. GM befindet sich wegen der weltweiten Absatzprobleme der Autoindustrie, einer verfehlten Modellpolitik und Milliardenverlusten seit Monaten in der Krise. Opel macht etwa 75 Prozent des GM-Europageschäfts aus.
Demant hatte die Bitte nach Bürgschaften zuvor in einem Interview mit der Online-Ausgabe des "Handelsblatts" öffentlich gemacht. Nach Informationen der Zeitung aus Regierungskreisen überlegt die CDU-geführte hessische Landesregierung, eine Bürgschaft in Höhe von 500 Millionen Euro zu übernehmen.
Hessen sagt Hilfen zu
Wie nun bekannt wurde, will das Land Hessen dem Autohersteller und seinen Zulieferern mit Bürgschaften von bis zu 500 Millionen Euro helfen. Eine entsprechende Garantie-Ermächtigung solle der Landtag auf seiner letzten Sitzung am kommenden Mittwoch beschließen, sagte Ministerpräsident Roland Koch (CDU) am Freitag in Wiesbaden. Absicht sei, dass sich Hessen auch nach Auflösung des Landtages an einem Schutzschirm von Bund und den Ländern mit Opel-Werken beteiligen könne.
Allein in Hessen mit dem Opel-Stammsitz in Rüsselsheim gibt es nach Angaben der Landesregierung 1.600 Zulieferer mit insgesamt 50 000 Mitarbeitern. Bei vielen sei die Lage dramatisch. Das beschleunigte Vorgehen sei mit allen Landtagsfraktionen abstimmt. Der Gesetzentwurf solle an diesem Montag im Kabinett beschlossen werden.
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