Dienstag, 07.09.2010
14.11.2008
Staatsgelder
Opel-Chef Hans Demant: "Theoretischer Fall" das Finanzströme nicht mehr laufen.

Demant: "theoretischer Fall" - Hessen sagt Hilfen zu

Opel bereite sich mit dem Ruf nach staatlicher Hilfe auf den "theoretischen Fall" vor, dass wegen der Krise beim Mutterkonzern General Motors (GM) "die Finanzströme aus den USA nicht mehr weiterlaufen", erklärte Demant.

"Falls es zu Problemen bei GM in den USA käme, hängen wir an den Finanzströmen und dann könnte es passieren, dass wir irgendwann im nächsten Jahr Probleme bekämen. Nur in diesem unwahrscheinlichen Fall müssten wir Kredite aufnehmen", sagte der Opel-Chef. Dann bräuchte Opel "Cash, um das Geschäft weiterzubetreiben".

Die Krise bei GM könnte vorübergehend auch Auswirkungen auf wesentliche Geschäftsbereiche wie Produktprogramme und Produktentwicklung der Adam Opel GmbH haben, so Demant. GM befindet sich wegen der weltweiten Absatzprobleme der Autoindustrie, einer verfehlten Modellpolitik und Milliardenverlusten seit Monaten in der Krise. Opel macht etwa 75 Prozent des GM-Europageschäfts aus.

Demant hatte die Bitte nach Bürgschaften zuvor in einem Interview mit der Online-Ausgabe des "Handelsblatts" öffentlich gemacht. Nach Informationen der Zeitung aus Regierungskreisen überlegt die CDU-geführte hessische Landesregierung, eine Bürgschaft in Höhe von 500 Millionen Euro zu übernehmen.

Hessen sagt Hilfen zu

Wie nun bekannt wurde, will das Land Hessen dem Autohersteller und seinen Zulieferern mit Bürgschaften von bis zu 500 Millionen Euro helfen. Eine entsprechende Garantie-Ermächtigung solle der Landtag auf seiner letzten Sitzung am kommenden Mittwoch beschließen, sagte Ministerpräsident Roland Koch (CDU) am Freitag in Wiesbaden. Absicht sei, dass sich Hessen auch nach Auflösung des Landtages an einem Schutzschirm von Bund und den Ländern mit Opel-Werken beteiligen könne.

Allein in Hessen mit dem Opel-Stammsitz in Rüsselsheim gibt es nach Angaben der Landesregierung 1.600 Zulieferer mit insgesamt 50 000 Mitarbeitern. Bei vielen sei die Lage dramatisch. Das beschleunigte Vorgehen sei mit allen Landtagsfraktionen abstimmt. Der Gesetzentwurf solle an diesem Montag im Kabinett beschlossen werden.

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

18. November 2008 13:27
scheintso meint:
Holzmann II; erst mit aggressiven Preisen die Konkurrenz und schließlich sich selbst an die Wand fahren - das brauchen wir nicht!
Sollen Berlin und die Länder doch ihre Flotten auf Opel umstellen - Sondermodell Angela ... wär doch was!


17. November 2008 10:27
W. Röder meint:
Wer hilft denn den Opel Händlern ??
Verkehrte Welt ?? Der Händler als einzelner hat ja leider nur wenige Mitarbeiter.
Aber man sollte sich auch mal die Löhne und Gehälter in der Industrie ansehen, denn davon kann ein Angestellter oder Mechaniker im Handel nur träumen.


15. November 2008 16:53
Walter Schiel meint:
Opel wurde jahrelang von GM ausgeblutet und nach amerikanischem Gutdünken, weniger nach europäischen Markterfordernissen, gemanagt. Opel könnte heute viel besser da stehen, eventuell so gut wie Audi. Wenn Opel jetzt schon 2 Mrd Euro offene Forderungen an GM hat und von GM mit in die Pleite gerissen wird, ist es sehr fraglich, ob die deutschen Steuermillionen genügen, um die stark verschuldete Opel AG zu retten. Viel eher glaube,ich, dass unsere Steuermillionen ebenfalls futsch sind. Und als nächster wird dann Ford kommen. Deshalb lieber Finger weg von Opel. Diese Steuermillionen wären zum Fenster rausgeschmissen.

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