Samstag, 04.02.2012
21.11.2008
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Audi-Servicenetz

300 einvernehmliche Trennungen

Audi hat der Verbesserung des Servicegeschäfts der Partnerbetriebe oberste Priorität eingeräumt. Dies sei auch einer der Gründe für die zum 30. Juni 2008 erfolgte europaweite Kündigung der Serviceverträge, erklärte der deutsche Vertriebschef Jörg Felske am Donnerstag in Nürtingen. Eine Vereinheitlichung der Verträge in ganz Europa solle den Ingolstädter Autobauer bei der Kundenzufriedenheit weiter voranbringen. Bisher lägen die Kundenzufriedenheitswerte im After Sales noch unter denen im Verkauf, sagte Felske. Das Servicegeschäft werfe nach wie vor hohe Erträge ab. Der Manager sprach aber auch das "massiv überbesetzte Servicenetz" in Deutschland an. Audi verfüge über doppelt so viele Servicebetriebe wie BMW und über 40 Prozent mehr als Mercedes-Benz. Man müsse sich fragen, ob sich der Vertrag mit Audi wirklich für jeden Servicepartner rechne. Bislang kamen zahlreiche Partner nach eingehender Prüfung der eigenen Bilanz, bei der die Serviceorganisation unterstützte, zu einer negativen Antwort auf diese Frage. 300 Serviceverträge wurden nach Angaben von Felske im Laufe des Jahres einvernehmlich aufgelöst. "Sich gegenseitig Mut machen" – unter diesem inoffiziellen Motto stand der 9. Tag der Automobilwirtschaft, zu dem das Institut für Automobilwirtschaft am 20. November nach Nürtingen geladen hatte (wir berichteten). Wie fast alle seiner Vorredner schloss sich auch Felske dem vorsichtigen Optimismus an. Sein Statement zur aktuellen Lage. "Wir haben allen Grund selbstbewusst zu sein." Die deutsche Handelsorganisation sei professioneller als viele andere aufgestellt. (kh)

 
 
 

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