Montag, 06.02.2012
30.04.2009
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Weißes Haus

Chrysler geht zum Insolvenzrichter

Chrysler muss zur Sanierung in die Insolvenz und schmiedet eine Allianz mit dem italienischen Fiat-Konzern. Ziel sei, dass der drittgrößte amerikanische Autohersteller schnell gestärkt aus dem Verfahren hervorgeht, betonte US-Präsident Barack Obama am Donnerstag. Fiat soll zunächst mit 20 Prozent bei Chrysler einsteigen und später auf 35 Prozent aufstocken. Das Insolvenzverfahren solle zwischen 30 und 60 Tagen dauern, sagte ein Regierungsbeamter. Der Chrysler-Betrieb werde nicht beeinträchtigt. Obama griff scharf die Hedgefonds und "eine kleine Gruppe von Investoren" an, die eine Lösung ohne Insolvenzverfahren verhindert hätten. Sie hatten einen weitgehenden Verzicht auf ihre Ansprüche abgelehnt. In dem Verfahren mit Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Insolvenzrechts solle Chrysler nun Ballast abwerfen. Gläubiger oder auch Händler könnten dem Weißen Haus allerdings noch einen Strich durch die Rechnung ziehen und ein schnelles Insolvenzverfahren mit ihren Ansprüchen blockieren. Die deutsche Tochter von Chrysler begrüßte in einer ersten Reaktion den Gang zum Insolvenzrichter. In einem "Chapter 11"-Verfahren könne das Unternehmen den normalen Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten, sagte Markus Hauf, Sprecher der Chrysler Deutschland GmbH, am Donnerstagabend gegenüber AUTOHAUS Online. Dies eröffne große Überlebenschancen. Auf die 130 deutschen Vertriebspartner kämen keine negativen Folgen zu. Der Importeur mit Sitz in Berlin ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Chrysler LLC und vertritt hierzulande die Marken Chrysler, Jeep und Dodge. Nardelli kündigt Rücktritt an Chrysler-Chef Robert Nardelli will nach Abschluss des Insolvenzverfahrens zurücktreten. Das erklärte der 60-jährige Manager am Donnerstag in einer Mitteilung des Unternehmens. Nardelli war im August 2007 zu Chrysler gekommen, nachdem der deutsche Daimler-Konzern die Mehrheit an dem Autobauer an den US-Finanzinvestor Cerberus verkauft hatte. Er werde nach seinem Ausstieg für Cerberus arbeiten, hieß es.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: "Kein Zeichen von Schwäche" - Forderungen liegen vorerst auf Eis

 
 

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