CO2-Reduzierung: Glos kontert Gabriel-Vorstoß

24.01.2007 13:38 Uhr

Forderung nach verbindlichen Schadstoff-Grenzwerten "ist mit mir nicht abgestimmt"

Die Forderung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) nach verbindlichen Grenzwerten für den Schadstoffausstoß von Autos stößt im Wirtschaftsministerium auf Ablehnung. "Das ist mit mir nicht abgestimmt", sagte Ressortchef Michael Glos (CSU) der Frankfurter Rundschau (Mittwochsausgabe). "Die Bundesregierung wird ihre Haltung einvernehmlich festlegen, wenn die Kommission Vorschläge präsentiert hat. Das ist bisher nicht der Fall." EU-Umweltkommissar Stavros Dimas plädiert dafür, noch in diesem Jahr ein Gesetz zu beschließen, das EU-weit eine Emissionsobergrenze von 120 Gramm im Jahr 2012 festlegt. Auch Gabriel und Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) fordern eine gesetzliche Verpflichtung der Fahrzeughersteller zur Senkung der Kohlenstoffdioxid-Emissionen (CO2). Der deutsche EU-Kommissar Günter Verheugen (Industrie) ist dagegen. (dpa)

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