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Conti erwägt Schließung des Reifenwerks in Hannover
Der Autozulieferer Continental erwägt eine Stilllegung seiner Pkw-Reifenproduktion in Hannover und damit den Wegfall von rund 400 Arbeitsplätzen. Die Nachfrage habe sich nicht so entwickelt, wie erwartet worden sei, begründete ein Sprecher die Überlegungen und bestätigte damit einen Bericht der "Neuen Presse". Allerdings gebe es noch "keinerlei Entscheidungen". Betriebsrat und Gewerkschaft äußerten sich verwundert und empört. Es habe keinen Sinn, einen der profitabelsten Standorte in Westeuropa zu schließen, argumentierten die Arbeitnehmervertreter. Sie verwiesen auf eine Vereinbarung mit der Unternehmensspitze zur Stärkung des Standortes und Sicherung der Arbeitsplätze von Mai dieses Jahres. Darin waren u.a. eine 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich und weitere Sparbeiträge der Beschäftigten zugesagt worden. Dies habe bewiesen, dass die Tarifverträge in der Lage seien, wettbewerbsfähige und profitable Produktion in Deutschland zu gewährleisten. "Keine Pleitebude" "Kaum ist die Tinte unter dieser Vereinbarung trocken, wird das schon wieder in Frage gestellt. Das können und wollen wir uns nicht gefallen lassen", sagte der Landesbezirksleiter der IG BCE, Peter Hüttenmeister. Die Arbeitnehmerseite räumte ein, dass es Überkapazitäten von rund 3,7 Mio. Reifen in Europa gebe. Aber Hannover-Stöcken sei nicht nur bei weitem der kleinste Standort, sondern nach den Einsparungen auch besonders kostengünstig. "Unsere Pkw-Reifenfabrik ist keine Pleitebude", hieß es. Immerhin trage Stöcken zwar nur ein Prozent zur Produktionsmenge, aber zehn Prozent zum Autoreifen-Konzernergebnis bei. In Hannover werden 1,3 bis 1,5 Mio. High-Tech-Pneus hergestellt. Insgesamt produziert Conti 27 Mio. dieser Reifenart, den überwiegenden Teil in Osteuropa und Mexiko. Nimmt man andere Reifen dazu, stellt der Zulieferer im Jahr über 100 Mio. Stück her. (dpa)
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