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Conti-Chef Degenhart: Schwarze Zahlen beim Konzernergebnis "in Sichtweite".
Hauptversammlung
Conti kehrt in Gewinnzone zurück
Continental hat im ersten Quartal 2010 nach den massiven Verlusten des Krisenjahres 2009 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Für das laufende Jahr zeigte sich Conti-Chef Elmar Degenhart auf der Hauptversammlung des Unternehmens am Mittwoch in Hannover optimistischer als bisher. Nach zwei Jahren mit hohen Verlusten stellte Degenhart für dieses Jahr unter dem Strich wieder schwarze Zahlen in Aussicht.
Am Großaktionär Schaeffler gab es bei dem Aktionärstreffen erneut harsche Kritik – auch wenn die Spitzen von Conti und Schaeffler nach dem monatelangen Machtkampf im vorigen Jahr inzwischen Einigkeit demonstrieren. Die Hauptversammlung bestätigte auch die Wahl von Schaeffler-Berater Rolf Koerfer vor einem Jahr in den Aufsichtsrat. Das Landgericht Hannover hatte die Wahl für ungültig erklärt, Conti hatte dagegen Berufung eingelegt. An der Personalie entzündeten sich in der Versammlung heftige Wortgefechte. Eine Dividende sollen die Aktionäre erst für das Jahr 2011 wieder bekommen – nach drei Jahren ohne Bonus.
Im ersten Quartal erreichte Conti ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 494 Millionen Euro. Gut lief vor allem das Geschäft mit Winterreifen: Es steuerte mit 313 Millionen Euro den größten Teil des operativen Gewinns bei. Im vergangenen Jahr war Conti von den Markteinbrüchen in der Autoindustrie schwer in Mitleidenschaft gezogen worden und hatte im ersten Quartal einen operativen Fehlbetrag von 165 Millionen Euro eingefahren.
Die in diesem Jahr wieder anziehende Autokonjunktur trug auch dazu bei, dass der Umsatz bei Conti im ersten Quartal von 4,3 Milliarden wieder auf knapp sechs Milliarden Euro zulegte. Für das Gesamtjahr äußerte sich Degenhart zuversichtlicher als zuletzt. "Sollten sich die Märkte weiterhin so positiv entwickeln wie bisher, haben wir sogar die Chance, den Umsatz um bis zu 10 Prozent zu steigern", sagte er. Bisher erwartet das Unternehmen ein Umsatzwachstum von fünf Prozent.
"Zurück in der Erfolgsspur"
Conti rechne in diesem Jahr nicht damit, dass Abschreibungen oder negative Sonderbelastungen die Höhe der Vorjahre erreichten, sagte Degenhart vor den Aktionären. Schwarze Zahlen beim Konzernergebnis unter dem Strich seien "in Sichtweite". "Wir sind wieder klar zurück in der Erfolgsspur", erklärte der Conti-Chef. Die vollständigen Zahlen will das Unternehmen am 4. Mai vorlegen.
2009 hatte Conti einen Verlust von 1,65 Milliarden Euro eingefahren. Neben dem Umsatzrückgang von 17 Prozent belasteten hohe Sondereffekte die Bilanz - Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Kauf der Siemens-Sparte VDO sowie Aufwendungen für Werksschließungen. Sie summierten sich auf 1,76 Milliarden Euro.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Schuldenabbau geht voran
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(Foto: David Hecker/ ddp)
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