Donnerstag, 09.02.2012
23.08.2010
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Spekulationen

Daimler dementiert Führungswechsel

Daimler hat einen Magazinbericht über einen Wechsel in der Führungsspitze zurückgewiesen. Nach einem "Focus"-Bericht soll Daimler-Vorstandsmitglied Wolfgang Bernhard der neue starke Mann bei dem Stuttgarter Autobauer werden. Der Manager solle Konzernlenker Dieter Zetsche erst als Chef der Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars ablösen und könnte dann neuer Vorstandsvorsitzender werden, schreibt das Magazin unter Berufung auf interne Konzernplanungen. Ein Daimler-Sprecher dementierte dies: "Das ist frei erfunden."

Laut "Focus" soll der Führungswechsel in zwei Schritten 2011 und 2012 erfolgen. Beschlüsse des Aufsichtsrates für den Wechsel in der Führungsspitze gebe es aber noch nicht. Der Vertrag von Zetsche läuft bis Ende 2013. Bernhard war erst Anfang des Jahres in den Daimler-Vorstand aufgerückt. Er ist für die Produktion und den Einkauf der Pkw-Sparte zuständig.

Der 49 Jahre alte Allgäuer ist bekannt als kompromissloser Sanierer und Kostendrücker, der auch den Konflikt mit den Arbeitnehmern nicht scheut. In Stuttgart gilt der Manager seit seiner gemeinsamen Zeit mit Zetsche bei der früheren US-Tochter Chrysler als enger Vertrauter des Vorstandschefs.

Bernhard war über den Umweg der Unternehmensberatung McKinsey Anfang der 1990er Jahre bei Daimler eingestiegen und über verschiedene Posten in der Pkw-Sparte schnell aufgestiegen. Von 2000 an setzte das Team Zetsche/Bernhard harte Einschnitte bei Chrysler durch und trimmte den US-Hersteller zumindest vorübergehend auf Profitabilität. 2004 endete Bernhards Karriere bei den Schwaben im Streit mit dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp. Ihm wurde seine Kritik an der früheren Mitsubishi-Beteiligung zum Verhängnis.

Von 1. Februar 2005 an saß Bernhard dann im Volkswagen-Vorstand und leitete zusätzlich die Markengruppe Volkswagen mit den angeschlossenen Marken Skoda, Bentley und Bugatti. Ende Januar 2007 beendete er sein Engagement in Wolfsburg und wechselte als Berater zum US-Finanzinvestor Cerberus, der sich eine 80-Prozent-Mehrheit bei Chrysler gesichert hatte. (dpa/rp)

 
 
 

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