Mittwoch, 23.05.2012
15.04.2009
Share |
Aus für Lkw-Joint Venture

Daimler erleidet Rückschlag in Indien

Das für die Produktion von Lastwagen in Indien gegründete Gemeinschaftsunternehmen von Daimler und der indischen Hero Group ist gescheitert. Daimler hält aber an seinen Plänen in Indien fest. Angesichts der Wirtschaftskrise habe Hero seinen 40-prozentigen Anteil an dem Joint Venture zurückgegeben, teilte die Daimler AG am Mittwoch in Stuttgart mit. Die Stuttgarter Autobauer hält jetzt 100 Prozent an dem Unternehmen. "An unseren Plänen zur Lkw-Produktion in Chennai ändert sich nichts", sagte Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler. Offenbar ist dem indischen Mischkonzern Hero bei seinen Expansionsplänen finanziell die Luft ausgegangen. Von den ursprünglich geplanten 700 Millionen Euro für den Aufbau der Lastwagenproduktion hätte Hero fast 500 Millionen Euro aufbringen müssen. Angesichts des rückläufigen Marktes "sowie unserer Finanzkraft" wolle Hero von einem Engagement im Nutzfahrzeugbereich Abstand nehmen, hieß es in einer Erklärung der Inder. Nun muss Daimler die 700 Millionen in den kommenden vier Jahren alleine zahlen. Allerdings war in Konzernkreisen zu erfahren, dass man wieder auf Suche nach einem indischen Vertriebspartner gehen werde. Die Expansionspläne in Indien gehen die Stuttgarter aber angesichts der Wirtschaftskrise, die auch den Subkontinent erfasst hat, mit "gebremsten Schaum" an, wie es hieß. "Das gibt uns etwas Zeit, denn wir werden keine neuen Produkte in die Rezession hinein positionieren", sagte Renschler. Der Bau der Fabrik in der Stadt Chennai geht aber wie geplant weiter. Dort sollten von 2010 an sollen bis zu 70.000 Lastwagen jährlich für den indischen Markt gebaut werden; später sollten auch andere Schwellenländer beliefert werden. Schon heute arbeiten in Chennai 300 Angestellte. Geplant waren für die Fabrik 2.000 Mitarbeiter. Konzentration auf das Kerngeschäft Daimler und Hero hatten das Gemeinschaftsunternehmen im April 2008 gegründet (wir berichteten). Der von der Familie Munjal gegründete Mischkonzern Hero erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von mehr als vier Milliarden US-Dollar. Das Joint Venture von Hero und Honda gilt als der weltgrößte Motorradhersteller. Hero wolle sich nun wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren, hieß es. (dpa)

 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

IHR KOMMENTAR

Ihr Kommentar:*
Ihr Name:* Ihre E-Mail:*
Liebe Leser,
aus Gründen der Fairness wird die AUTOHAUS Online-Redaktion nur noch Kommentare freischalten, die der Netiquette entsprechen und mit vollem Namen (keine Pseudonyme) gekennzeichnet sind.
* Bitte geben Sie hier die Lösung der links gezeigten Aufgabe an:
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

Bisher noch keine Kommentare! Geben Sie doch den Ersten ab.

0 Leserbriefe

"HB ohne Filter" vom 18. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute mit den Themen: BMW-Rekorde, Fiat-Kontraste und Die Autohaus-Zukunft: Personal! MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

Professionelles Teile- und Zubehörmanagement im Autohaus

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Teile- und Zubehörlager ertragreich managen! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr