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Daimler-Chef Zetsche: "Pkw-Sparte 2010 wahrscheinlich einige Quartale ohne Kurzarbeit".
Zetsche
Daimler lässt wieder länger arbeiten
Daimler will die Vereinbarung zur Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich Mitte nächsten Jahres auslaufen lassen. Derzeit sei nicht davon auszugehen, dass dieses Programm verlängert werde, sagte Vorstandschef Dieter Zetsche der "Stuttgarter Zeitung" (Dienstag). Eine solche Maßnahme finde für einen überschaubaren Zeitraum Verständnis bei den Mitarbeitern. "Man kann es jedoch nicht endlos verlängern", betonte der Manager. Die Verkürzung der Arbeitszeit um 8,75 Prozent für die 73.000 Angestellten in Verwaltung, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung in Deutschland wurde im April eingeführt. Seitdem müssen die Beschäftigten auch auf 8,75 Prozent ihres Entgelts verzichten. Dieser Beitrag der Angestellten war Teil eines Sparpakets mit Einsparungen von zwei Milliarden Euro bei den Personalkosten in diesem Jahr. Zetsche bestätigte Aussagen von Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm, dass es in der Pkw-Sparte 2010 wahrscheinlich einige Quartale ohne Kurzarbeit geben wird. Grund für den Optimismus sei die hohe Nachfrage nach den Modellen der E- und S-Klasse sowie nach dem kompakten Geländewagen GLK. Keine Entwarnung im Lkw-Bereich Für den Lastwagenbereich gibt Zetsche hingegen keine Entwarnung. Bei den Nutzfahrzeugen sei auch im nächsten Jahr Kurzarbeit in größerem Umfang erforderlich, erklärte der Manager. Die Märkte lägen noch immer um 50 Prozent unter dem Normalniveau. Für die Angestellten bedeute dies, dass sie nach Rückkehr zur vollen Arbeitszeit Mitte kommenden Jahres damit rechnen müssen, zu einem anderen Kostenbeitrag aufgefordert zu werden. Konkrete Angaben machte er nicht. Zetsche bestätigte dem Blatt die Gespräche mit dem französischen Renault-Konzern über eine Zusammenarbeit bei dem Kleinwagen Smart. Nach Worten des Vorstandschefs gibt es aber noch weitere potenzielle Partner, mit denen ebenfalls gesprochen werde. Eine Entscheidung soll bis Mitte nächsten Jahres fallen. Der Daimler-Chef will Smart zusammen mit einem Partner wieder zu einer Modellfamilie ausbauen. (dpa)
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(Foto: Sascha Schürmann/ddp)
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