Mittwoch, 23.05.2012
20.03.2009
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Durststrecke

Daimler legt Sparprogramm im Lkw-Bereich auf

Daimler stellt sich mit einem Milliarden-Sparprogramm und Kurzarbeit in allen deutschen Lkw-Werken auf eine längere Durststrecke ein. In den nächsten Monaten solle mit verschiedenen Maßnahmen ein "vierstelliger Millionenbetrag"» eingespart werden, sagte Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler am Freitag in Stuttgart. "Sollte sich die Situation noch weiter verschärfen, sind wir entschlossen, die Stellschrauben weiter anzuziehen." Von April oder Mai an arbeiten alle 18.000 Mitarbeiter in den deutschen Lkw-Werken Wörth, Gaggenau, Kassel und Mannheim kurz. Alle Stellen der rund 2000 Leiharbeiter und befristet Beschäftigten wurden abgebaut. Für 2009 rechnet Renschler mit einem drastischen Nachfrageeinbruch in allen Märkten. "Diese Krise kann man weder aussitzen noch vertagen", sagte Renschler. "Wir werden nicht davor zurückschrecken, notfalls auch harte Entscheidungen zu treffen." Investitionen, die nicht unbedingt erforderlich seinen, sollten heruntergefahren werden. An neuen Produkten solle aber auch weiterhin nicht gespart werden, betonte Renschler. Drastische Einschnitte gibt es bereits in Nordamerika. Insgesamt sei die Belegschaft dort seit Ende 2006 um ein Viertel reduziert worden. Allein in der Produktion seien 6.000 von 14.000 Arbeitsplätzen gestrichen worden. Außerdem werden die Gehälter der Beschäftigten in Nordamerika von April an um zehn Prozent gekürzt, sagte Renschler. Für die Beschäftigten in Japan gelte dies bereits seit Anfang des Jahres. In Asien seien außerdem rund 1.900 Leiharbeiter und befristet Beschäftigte entlassen worden. Wie bereits im November angekündigt, stellt der Konzern die Marke Sterling Trucks komplett ein und macht zwei Werke dicht. Im Werk St. Thomas in der kanadischen Provinz Ontario seien Ende Februar die letzten Fahrzeuge vom Band gerollt, sagte Renschler. Im Jahr 2010 soll auch das Werk in Portland geschlossen werden. Dadurch verlieren 3.500 Menschen ihren Arbeitsplatz. Im Werk in Mount Holly mussten rund 200 Mitarbeiter gehen.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Kurzabreit in deutschen Werken "unvermeidlich"

 
 
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